Das leichte Leben

Ach, wär das schön. Ein Leben ohne Sorgen. Eins, in dem einfach ein Tag auf den anderen folgt. Frei von Verwerfungen, Zweifeln, Verlust, Krankheit, finanziellen Katastrophen.

Aber – wüsste ich es zu schätzen? Könnte ich die guten Zeiten so genießen, wenn es immer so vor sich hinplätscherte? Hätte Helligkeit eine Bedeutung ohne Dunkelheit, Wahrheit ohne Lüge?

Ohne Tiefen keine Höhen. Ich denke, man kriegt das Eine nicht ohne das Andere. Das bedeutet nicht, dass ich das Elend begrüße und es hätte durchaus ein bisschen weniger sein können, weniger schrecklich, weniger kräftezehrend. War es aber nun mal nicht.

18 Gedanken zu “Das leichte Leben

      1. Ich habe zumindest lange Zeit das Auf und Ab nicht vermisst.
        Und dadurch bin ich überhaupt nicht undankbar oder oberflächlich geworden.
        Es tat einfach nur gut.
        Auch wenn ich mich jetzt wieder dort befinde.

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  1. Wenn wir auf der derzeitigen „Entwicklungsstufe“ stehen bleiben – dann soll es so sein – und das ernüchternde Fazit ist mehr als Potenzial einbremsend …

    So kaufen wir uns dann selbst auch noch den Schneid ab oder sind gleichsam willige Erfüllungsgehilfen derer, die eben die Entwicklung vermeiden wollen, wegen …

    Wir trauen uns halt nicht, weil wir nicht vertrauen (vielleicht sogar bei uns selbst beginnend?)
    Tja, das nennt man dann wohl „Teufelskreis“…

    Trotz allem oder gerade deswegen,
    alles Liebe,
    Raffa.

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    1. Grundsätzlich kann ich dem zustimmen. Drehen, wirbeln und schaukeln, bis mir schwindelig wird – das machte ich als Kind. Alles, nur nicht langweilig, so wollte ich das Leben für mich. Konsequenzen mit eingeplant. Dass bei einem rasenden Absturz im Leben mein Kind stirbt, war außerhalb meiner Vorstellungskraft. Das hätte es nicht gebraucht.

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  2. Exakt das „weniger“ ist der Punkt – es dürfte gerne ein bisschen weniger sein, was die Schattenseiten des Lebens angeht. Aber so gänzlich ohne sie stelle ich mir das Leben auch nicht schön vor. Ich fürchte, dann wäre ich ein unsagbar oberflächlicher Mensch geworden.

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