Frieden steht über allem – oder nicht?

Während ich begann, dies hier zu schreiben, wurde mir der Beitragvon Chaotic shapes angekündigt, der so wunderbar hierzu passt. Vielleicht ist die Zeit ja reif für Frieden.

Muss jeder erst mal für sich sorgen, für die eigenen Interessen, bevor er sich für Frieden einsetzt? Oder lenkt das alles nur ab von diesem Grundinteresse? Bleibt keine Energie mehr, dafür auch noch zu kämpfen?

Kann/muss man beides vielleicht verbinden als Frieden und Gerechtigkeit, denn ohne Gerechtigkeit kann es wohl keinen echten Frieden geben? Hm, in einer zerstörten, verseuchten Welt/Umwelt kann es auch keinen Frieden geben.

Frieden, damit es allen gut geht! Der Rüstungsindustrie geht es nicht gut im Frieden. Den Militärs geht es nicht gut im Frieden. Jedenfalls nicht den oberen Militärs. Schließlich wurden sie in der Ausbildung auseinandergenommen und so wieder zusammengesetzt, dass Kampf gegen „den Feind“ zum Lebensinhalt geworden ist. Vielen Investoren geht es nicht gut im Weltfrieden.

Nun zu den anderen: Wann geht es denen gut? Reicht es, dass niemand mehr hungern muss? Dem einen, wenn er seine  gesunde Familie um sich hat in einem kleinen Häuschen am Wasser mit Gemüsegarten. Einem anderen erst, wenn er mehrere Immobilien besitzt, wieder einem anderen erst dann, wenn seine Yacht im Mittelmeer kreuzt. Da gäbe es noch viel mehr, aber es reicht zu wissen, dass Menschen in ihren Antrieben verschieden sind. Das erst einmal ganz wertfrei und ohne Berücksichtigung, ob der Antrieb von innen oder von außen kommt.

Frieden plus Gleichberechtigung – global

Frieden plus Barrierefreiheit – global

Frieden plus gerechte Bezahlung – global

Frieden plus gesunde Welt/Umwelt/Natur – global

Geht das überhaupt im Großen? Versuchen wir es doch einmal. Denn nach einem nächsten Weltkrieg und der totalen Zerstörung der Natur wären zwar alle gleich und es herrschte ziemliche Barrierefreiheit – aber es wären alle tot. Die in den Bunkern letztlich auch, nur etwas später, weil sie ja irgendwann herauskommen müssten.

Setzen wir uns ein für den Frieden, gemeinsam. Auch wenn der Mensch, der neben uns läuft, in manchen Dingen anderer Ansicht ist. Im Laufen kann man wunderbar diskutieren.

9 Gedanken zu “Frieden steht über allem – oder nicht?

  1. ERST …. immer erst Frieden im eigenen Herzen
    Dann mit der Famile
    Und so … in der Reihenfolge … immer weiter ausdehnen

    Das ist in meinen Augen der einzige Weg
    Wie soll das denn sonst gehen ?
    Kämpfen für den Frieden …. ööööh …. 🤔🙄
    Auf die Straße gehen und den anderen Bescheid stoßen, dass sie mal endlich Frieden machen sollen ?
    Diskutieren ?
    Klar , kann man machen …
    Zum Zeitvertreib … weil es Spaß macht … nix gegen einzuwenden
    Aber ändert das was ?
    Wenn ich dagegen im Frieden bin mit mir selbst , kann ich auch im Frieden sein mit anderen
    Nicht einsteigen auf die Einladung zum Kampf
    Wie die Buddhisten wissen :
    Mit der Verteidigung beginnt der Krieg
    ANDERS HANDELN
    ANDERS SEIN
    das verändert wirklich was
    Wie damals … im Vietnam Krieg …. die ersten Kriegsdienstverweigerer …. I refuse.
    Domino Effekt
    Ich verweiger die Kriegsspiele … jetzt und hier … in meinem täglichen Leben
    Krieg muss man schwänzen (Peter Gabriel )

    Und du kennst mich 😊
    Ich steh auf
    Ich sag meine Meinung
    Ich bin eben NICHT Pazifist
    Ich halt mich nicht raus
    Ich steh ein für meine Überzeugung

    Und das kann ich am Besten aus dem Zustand des Friedens heraus
    Dann nämlich bin ich glaubwürdig
    Ich kämpfe für „die Sache“ , aber ICH kämpfe NICHT

    😂😂😂😂😂
    Klasse Ananda
    Das sind die Texte, wo sich die Menschen kopfschüttelnd abwenden
    😂😂😂😂😂
    Macht nix … wenn dich keiner vetsteht , liegt das nicht unbedingt daran , dass du nicht recht hast 😜😊😚

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    1. Die erste Stufe praktizier ich ja schon lange und meine Kinder tun es mir nach. In meiner Familie hat es soweit ich zurückdenken kann, nicht mal Erbstreitigkeiten gegeben. Dann versuch ich es mit Bewusstmachung, mündlich und schriftlich.
      Aber ich habe das Gefühl, dass die Zeit reif ist für mehr öffentlichen Druck, um eben breitere Verweigerungshaltung zu ermöglichen.
      Frieden schaffen mit immer mehr Waffen ist auch nicht meins. So war das mit dem Kämpfen nicht gemeint.
      Und ja, Klasse Ananda. Ich schüttel nicht, ich wende nicht.

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  2. Wenn Frieden Worte braucht,
    welchen Wert hat er dann?

    Und der Revoluzzer in mir fragt: Wer formt diese Worte oder/und definiert dann Frieden?
    Wie blöd ist es jetzt von mir zu fragen, ob du Worte hast?
    und ist dein Schweigen dann eine Form von Frieden?? (;-)

    Alles Liebe,
    Raffa.

    Gefällt 2 Personen

    1. Wenn du blöd wärest und ich dazu schwiege, wäre es Resignation und nicht Frieden. Lustig irgendwie.
      Frieden ist die Abwesenheit von Krieg. Darin liegt sein Wert. Und Worte vieler braucht es, um ihn zu fordern. Denn wenn wir angesichts der Welt, die in provozierten Kriegen in weiten Teilen brennt, schweigen, sind wir schuldig an allem was daraus folgt. Schweigen kommt einer Zustimmung gleich.

      Gefällt 2 Personen

      1. Ich war der seltsamen Meinung, daß Frieden mehr ist als die Abwesenheit von Krieg –
        …vielleicht der Anfang von etwas Schönem, doch ich bin da so ein alter Romantiker, der die Latte immer so hoch hängt….
        So ist das halt, mit den Definitionen und den Worten, gerade wenn es um den Weltfrieden geht. Schauen wir mal, welcher Hund da gefüttert wird.

        Alles Liebe,
        Raffa.

        Gefällt 1 Person

      2. Die Abwesenheit von Krieg ist zumindest der Beginn von etwas Schönem. Denn nach allem was geschehen ist, muss erst einmal wieder aufgebaut werden – und damit meine ich nicht nur Häuser, sondern auch den inneren Frieden in den Menschen. Was nicht so schnell geht nach all dem Leid und den gemachten Erfahrungen. Wie meine Oma schon sagte: Das bleibt ja nicht in den Kleiderrn stecken.

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      3. Doch warum müssen wir zum Lernen, nach etlichen Tausend Jahren immer noch, etwas in die Kleider gesteckt werden. Nutzen wir jetzt schon Herz und Verstand, sagen und tun dieses Nein in Richtung derjenigen, die uns beim „Nachher“ auch wiederum die Taschen der Kleider leeren.

        Was ich besonders putzig finde ist, daß die Haupt-Medien zum einen die Kriegshetze propagieren und freimütig herausposaunen und ein anderer Teil dieser Truppe dann den moralischen Zeigefinger hebt – die Verkaufszahlen sind es definitiv nicht. Ich hege die Vermutung, daß Verwirrung gesät werden soll, ob den Menschen eben von diesem Frieden ohne Wortgebrauch abzuhalten.
        So muß sich der Narr wiederholen, bei diesem exzessiven Gebrauch von Wörtern.

        Lassen wir uns nicht berauben, im täglichen „Einerlei“, des Verstandes und vorallem der Liebe,
        Raffa.

        Gefällt 1 Person

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