Muss noch!

Mein Schatz meint aufgrund meiner heutigen beständigen Widerspruchslage, ich hätte wohl mal wieder auf dem Superman-Heft geschlafen. Nun, nachdem ich mich mit verschiedenen Anträgen, Nachweisen, Kopienstapel, Nachberechnungen und Begründungen am Finanzamt abgearbeitet habe – nicht wissend, wie sie mich dieses Mal strafen wollen – , muss ich meine Denkfähigkeit weiter trainieren. Und überhaupt: Des reescht misch uff.

Also, was ich noch in den Bloggerraum werfen möchte:

Wieviel CO2 verbraucht eigentlich das Neudrucken von Geldscheinen, das Vernichten der alten inkl. Transporten, wieviel Rechnerleistung die Berechnung von Zinsen und Schulden, Investieren/Spekulieren, Schreiben von Geschäfts- und Werbebriefen, Entwerfen und Erstellen von Werbebroschüren und Werbefilmen?

Aber wie lautet die wiederholte Nachricht?  Das Mining von Bitcoin produziert zu viel CO2 und Rechnerleistung. Mit CO2-Vorwürfen kann man im Moment natürlich wunderbar abschrecken. Alle anderen Bankensachen fallen weg.

Und was ich auch noch loswerden will: Wurde jemals nachgerechnet, wie hoch die Kosten insgesamt für neue Geldscheine sind und diese dem finanziellen Schaden durch Geldfälscher gegenüber gestellt? Ich bin davon überzeugt, dass der Schaden durch gefälscht Geldscheine den Steuerzahler bei weitem nicht so hoch belasten wie neue Scheine. Hab ich schon erwähnt, dass ich gegen neue Scheine bin?

Übrigens behalte ich ein Großteil meiner kritischen Gedanken lieber für mich, teile sie höchstens mit meinem Mann und meinen Kindern. Wir sind uns einig, dass man sonst gewisse Personen erst auf noch blödere Gedanken bringt.

So, jetzt geh ich gleich in die Sonne. Mir geht`s gut, was auch immer kommen  mag.

 

29 Gedanken zu “Muss noch!

  1. Fehlt noch was: das betrifft auch geopolitische Kräfte. Für mich erscheint sowohl ein starkes Europa wichtig für Frieden als auch eine Annäherung an Russland.

    Dass zuerst das Fressen kommt und dann die Moral, lasse ich gelten bei niedrigen Einkommen. Da hat es absolut seine Berechtigung. Wenn es aber darum geht, anstatt dreimal nur noch zweimal im Jahr in den Urlaub fliegen zu können, ist das zumutbar. Da ich immer bereit war/bin, für eine Verbesserung der Umstände anderer/der Gesellschaft Einschränkungen inkauf zu nehmen, erwarte ich das auch von viel mehr Menschen.
    Und was unseren Freund angeht: Er hat insofern Recht, als wir ständigen Manipulationsversuchen unterworfen sind. man muss sich also selbst informieren bei den verschiedensten Quellen. Er ist auf der Suche nach der Wahrheit und auch wenn ich oft nicht in der Intensität seiner Meinung bin, respektiere ich das. Auch erlebe ich ihn in der Regel offen für alle Kommentare.

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  2. Kann mich den ganzen Tag empören, wenn ich das zulasse. Kann ich mir aber auch untersagen. Ohne die zahlreichen Missstände in Abrede stellen zu wollen – wenn ich mich empöre, wird die Welt nicht besser. Ich füttere damit nur die politische Agitation der Aufwiegler, die sich eine andere Republik wünschen. Die Sammler der Unzufriedenheit, die stets dagegen sind, ohne je wirklich Farbe zu bekennen. Deren einzige Absicht darin besteht den Boden für den von ihnen erträumten Umsturz zu bereiten, hin zu einer Präsidialrepublik, einer Scheindemokratie a la Ungarn / Polen / Russland, hin zu einer Republik ohne funktionierende Gewaltenteilung, in der es am Ende keine Wahl mehr gibt.

    Nicht alle sind wie du von Idealismus getrieben, liebe Caro.
    Vielleicht verstehst du mich.
    Lieben Gruß.

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    1. Die Fähigkeit, sich über etwas empören zu können oder zu müssen, ist aber wichtig, um sicherzugehen, dass einem nicht mittlerweile sowieso alles vollkommen egal ist. 😉 Ich denke, man darf sich auch mal empören, ohne für den Anlass der Empörung gleich adäquate Lösungsvorschläge parat zu haben.

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      1. Das stimmt an sich schon, leider gibt es genügend Zeitgenossen, die genau daraus ihren politischen Honig saugen. Pseudo-Nihilisten, die nie genau sagen, wofür sie eigentlich stehen, aber stets gegen die „Elite“ Stimmung machen, in der heimlichen Hoffnung, einst auf deren Stühlen selber sitzen zu können.

        Mich berührt und bewegt dito vieles, aber ich untersage mir meist selbst zu viel Negativität in meinen Gedanken. Damit fühle ich mich besser, ist vermutlich auch gesünder. Was die Existenz und Wahrnehmung vieler Missstände und menschlichen Leids nicht ausschließt.

        Prinzipiell bin ich dabei, zu lernen, in Lösungen zu denken, zu leben. Was nicht immer leicht ist, gerade wenn sich die Mehrheit so ganz anders verhält …

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    2. Lieber Reiner, natürlich verstehe ich dich. Habe ich doch selbst schon des öfteren zu den verschiedensten Gelegenheiten davor gewarnt, durch unkritisches Binden an Ja-Sager nur von einem Rattenfänger zum anderen, womöglich schlimmeren, zu wechseln. Und da ich so etwas keinesfalls befeuern möchte, schrieb ich ja, lasse ich viele meiner Gedanken bzgl. Reaktionen und möglicher Folgen in der Familie. Bei mir selbst besteht da eh keine Gefahr, da ich keine Angst habe und mir auch keine machen lasse. Es besorgt mich immer sehr, wenn ich so etwas bemerke und so ich kann, greife ich ein.
      Mag der Ursprung meiner Worte auch Empörung sein, so lag mir doch eher im Sinn, kritisch auf unnötige Dinge aufmerksam zu machen, Möglichkeiten wie ein Nein aufzuzeigen und Meldungen auf eine andere Weise zu betrachten. Und ich fordere Aufklärung über die Abhängigkeiten, den Status Quo, um überhaupt eine Bewertung der Möglichkeiten vornehmen zu können. Solange ich es allein tue, ist das natürlich für die Füße, aber vielleicht tun es bald viele?
      Ich bin davon überzeugt, dass sich einiges bewegt, sobald die Worte in der Welt sind und die Zeit reif ist. Als Beispiel (nicht als Ursache) möchte ich in aller Bescheidenheit mein Buch, das ich hier in Beiträgen veröffentlicht habe, bzw. dessen Geist sich verselbständigt hat, anführen. Es ist vier Jahre alt und wurde nicht von vielen gelesen, aber seit kurzem höre ich mehr und mehr von mir wichtigen Bewegung und Bewusstsein in der Jugend und Wiederholungen meiner Thesen. Also war die Zeit reif und die Gedanken in der Welt. Schon mehrmals habe ich erlebt, dass an verschiedenen Orten der Welt sich ähnliche Gedanken gleichzeitig formierten und weiter trugen.
      Das ist es u.a., was mich antreibt und ich konzentriere mich darauf auch nur, wenn ich nicht Wichtigeres im Umfeld zu tun habe. Als Ablenkung nutze ich das nicht.

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      1. Und ich fordere Aufklärung über die Abhängigkeiten, den Status Quo, um überhaupt eine Bewertung der Möglichkeiten vornehmen zu können.

        Das ist ein ganz heißes Eisen. Auch, wenn es speziell von einem Freund hier und seinen Gesinnungsgenossen in der Politik stets in Frage gestellt wird – Deutschland ist seit 1990 ein voll souveräner, eigenständiger Staat. Was in Zeiten von globalem Welthandel und der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl des Export-orientierten Deutschlands mit seinem daraus folgendem eher bescheidenen Binnenmarkt natürlich Abhängigkeiten mit sich bringt, über die in der Tat zu wenig gesprochen wird, weil die Verantwortlichen sich vor verletztem Nationalstolz fürchten.

        Um zu verstehen, wie genau diese Abhängigkeiten funktionieren, reicht ein Blick in die Geschichte, angefangen z.B. beim römischen Reich. Wer „treu und ergeben“ dem Hegemon (also dem militärisch und wirtschaftlich Überlegenem) gegenüber war, erhielt Handelsvorteile. Das ist bis heute so – der einzige Unterschied zu vergangenen Jahren ist, dass der derzeitige US-Präsident dies offen anspricht und zu einer bestimmenden Richtlinie seiner Außenpolitik gemacht hat. Was lediglich einem Stilbruch gleichkommt, aber in der Sache schon seit Kriegsende so war.

        Wer also sagt – weg mit den Atomwaffen, fort mit Ramstein, Schluss mit dem deutschen Söldnertum in aller Welt (alles moralisch verwerfliche und tief unmenschliche Themen), der sollte die Bevölkerung fragen, ob sie ggf. auch bereit ist, die mehr als unangenehmen Folgen in Kauf zu nehmen. Bricht unser Export aufgrund US-Protektion ein, verlieren hierzulande Millionen Menschen ihre ehrliche und harte Arbeit, ihren Gelderwerb, der von unserem Freund hier auch gerne verächtlich als Räppelchen bezeichnet wird. Wohin das führt, wissen wir.

        Im Hintergrund suchen unsere gewählten Vertreter nach Lösungen, diese immerwährenden Abhängigkeiten zu reduzieren, zu minimieren, was leider nur langfristig funktioniert. Sich handelspolitisch breit aufzustellen, macht immer Sinn, stößt leider schnell an Grenzen (Hegemon: Treibt ihr mit jenen Handel, zahlt ihr bei uns Zölle) Ein Schlüssel liegt in der Stärkung des Binnenmarktes, also der Kaufkraft aller Menschen hier. Ein weitere wichtiger Schlüssel, wenn nicht der wichtigste, besteht darin, Dinge hierzulande nicht nur zu entwickeln, sondern auch zu produzieren, die sonst auf der Welt nicht, nur schwer, und wenn, dann nicht in der gewünschten Qualität zu bekommen sind. Verbunden mit der entsprechenden Stärkung des Firmengeheimnisses und Patentrechtes einerseits und der Forcierung von Naturwissenschaften und Mechatronic anderseits.

        Innerer (politischer) Friede heißt für mich in erster Linie Lohn und Brot, leider kommt erst das Fressen, dann die Moral. Es gefällt mir nicht, aber so ist es nun einmal. Darüber sollte gesprochen werden, ja!

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      2. Jede Veränderung, die sich halbwegs gerecht auswirken soll, kann nur langfristig, vorausschauend und in Kenntnis aller Konsequenzen erfolgen. Andernfalls leidet nur eine andere Gruppe. Ich bin so gar kein Freund von Schnellschüssen. In keinem Bereich, auch nicht in der Klimapolitik. Aber der grundstein meiner Überlegungen ist immer das Ideal, dem es sich anzunähern gilt.
        Man schaue sich das Brexit-Drama an, an dem man klar erkennen kann, was geschieht, wenn die Menschen sich nicht über die Konsequenzen im Klaren sind.
        Ich bin ganz klar gegen Atombomben auf deutschem Gebiet und auch auf außereuropäische Soldaten kann ich gerne verzichten. Allerdings würde ich mich als demokratischer Geist dem Ergebnis einer Abstimmung der davon Betroffenen beugen. Diese Art, wenn einem das Ergebnis nicht passt zu sagen: Dann spiel ich nicht mehr mit, nervt mich.
        Es sind auch auch nicht – nötige – anständige Handelsverträge, die mich stören, sondern die scheinbare Berechtigung der USA, Sanktionen auszusprechen, wenn wir Handelsbeziehungen zu Partnern haben, die ihnen nicht passen. Worauf fußt das? Sind das staats-spezifische Abhängigkeiten oder persönliche einiger Politiker? Macht für mich einen entscheidenden Unterschied.
        Es ist letzten Endes egal und jede Diskussion müßig, ob D. eine Republik ist oder eine GmbH, denn den Gesetzen sind wir doch so oder so unterworfen. Natürlich kann ich im Knast an die Wände schreiben: Ich erkenne das Urteil nicht an. Doch was ändert das?
        Was Binnenmarkt und auch die Notwendigkeit zu produzieren betrifft, bin ich ganz bei dir. Hab ich nix zu bieten, schwächt es die Position. Das betrifft auch die
        Auch dass innerer Friede, sozialer Frieden abhängig sind von Lohn und Brot, stimme ich dir voll zu. Ob der Lohn reicht für Brot, hängt zudem noch von den Preisen für Wohnen ab. Bei niedrigeren Mietpreisen z. B., die durch Beschränkung von Investorenprofiten möglich wären bzw. mehr Sozialwohnungen, brauchte es nicht ständig Lohnerhöhungen. Das sind immer wechselseitige Bedingungen.

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  3. Manchmal … guck ich mir das alles lieber so im Zeitraffer an …
    All das … worüber wir uns jetzt Gedanken machen …
    Reiche werden erbaut und zeefallen wieder …
    Manchmal kann ich das sehen …
    Dann steh ich da in der Stadt … und guck mir die Häuser an und so …
    Ist alles nix für die Ewigkeit …
    Noch nicht mal unsere Weisheit …
    Garten buddeln … Yogamatte … wervolle Zeit , in der ich einfach Jetzt Hier bin …
    Alles andere …
    Nicht so wichtig …

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  4. In die Sonne gehen ist bei diesen Gedanken die sicherlich richtige Entscheidung. Die ganze CO2 Diskussion… kann man sie noch hören?
    Neue Geldscheine? Braucht man das? Wieviel CO2 würde gespart werden, wenn wir alles nur noch mit Karte zahlen? Obwohl, die Kartenleser brauchen ja auch Strom und hinterlassen so auch einen CO2 Footprint. Die Herstellung einer Plastikkarte auch und was verbrauche ich CO2, wenn ich wieder mal die falsche Geheimzahl eigegeben habe?
    Finanzamt… wieviel Energei, Papier und CO2 würde gespart werden, wenn man einfach so aus diesem Verein austreten dürfte?
    Fragen über Fragen…
    Ich geh jetzt auch mal raus, Vitamin D auffüllen…
    LG
    Thomas

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  5. Würde man diese Rechnung aufmachen, müsste man die jeweilige CO2-Menge auch in Relation zur im Umlauf befindlichen Währung setzen. Mit anderen Worten: Das bei der Geldherstellung, -verteilung etc. produzierte CO2 müsste man auf quasi jeden einzelnen Bürger im EU-Raum herunterrechnen, weil nahezu jeder im Besitz von Bargeld ist, die CO2-Produktion von Bitcoins dürfte pro Kopf angesichts der Tatsache. dass wohl nur einige tausend Menschen diese besitzen, tatsächlich deutlich schlechter abschneiden.

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      1. Das ist wohl auch deswegen schwer herauszufinden, weil eine Einzelperson ja auch hinter mehreren Bitcoin-Konten stecken kann. Darüber steht bei „statista“, dass sich auf 97,35 % der Bitcoin-Konten zwischen 0 und 0,001 Bitcoins befinden, das ist also auch nur bedingt aussagekräftig.

        Bei einer Umfrage – ebenfalls „statista“ – gaben 4 % der Befragten an, Bitcoins zu nutzen. Die Umfrage wendete sich an einen selektiven Bevölerungskreis, aber nehmen wir in Ermangelung besserer Zahlen mal an, das würde für die gesamte Bevölkerung gelten, dann hätte man in Deutschland etwa 3,2 Millionen Bitcoinnutzer.

        Wenn man jetzt berücksichtigt, dass das Botcoin-Mining bislang eine CO2-Produktion bewirkt hat, die in etwa ein 40stel der gesamten bundesdeutschen CO2-Produktion beträgt – nur für die Währungsproduktion -, dürfte die Bilanz tatsächlich nicht so gut aussehen.

        Aber ohne ganz genaue Zahlen, wird es schwierig, das angemessen zu beurteilen …

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    1. Die Anzahl der Menge an Bicoins wird 21 Mio. nicht übersteigen. Offensichtlich ist das aus mathematischen und sytemischen Gründen nicht möglich. Den Wert der einzelnen Bitcoins müsste man auch noch mit einberechnen, was bei den Schwankungen kompliziert werden könnte. Eine eindeutige Aussage wird also schlecht zu treffen sein. Aber ich informiere mich weiter.
      Was hab ich nur da wieder angefangen?

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