Auf dem Trocknen

sitzen wir seit 11 Uhr. Irgendein Unternehmen hat im Dorf ein Wasserrohr beschädigt. Die Arbeiten am Leck sollen bis mindestens 17.00 Uhr dauern. Dafür regnet es so stark, dass das Wasser auf der Terrasse nur langsam abläuft.

Hab jetzt einiges aufgefangen für Bad und zum Spülen. Glücklicherweise war der Wasserkocher noch voll und ebenso ein Tonkrug. So konnte ich wenigstens die Weißwürste zu den frischgebackenen Laugenstangen erhitzen. Für Kaffee reicht es auch noch. Ab und zu mag ich das gerne – mit viel! süßem Senf. Mein Schatz war so hungrig, deshalb wurde die Abendmahlzeit auf den Mittag vorverlegt. Er ist jetzt schon wieder auf dem Weg zur nächsten Baustelle.

Ich packte mir jedes Stückchen Wurst sorgsam mit dem Senf ein und genoss das Essen. Einmal habe ich es übertrieben. Auf dem Weg zum Mund – es klingelte auch noch das Telefon und ich weiß ja nie… – flutschte der Senf ab und landete auf meinem Fuß. Süßer Senf klebt erbärmlich. Mangels fließendem Wasser lief ich zweimal die schwimmende Terrasse auf und ab und befreite mich von der klebrigen Masse.

Man muss sich nur zu helfen wissen.

 

 

 

9 Gedanken zu “Auf dem Trocknen

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