Das falsche Motiv

Immer häufiger höre oder lese ich : Ich möchte Karriere machen als… Was mich daran so stört, ist die Verlagerung vom Inhalt, dem Sinn, der Aufgabe auf Karriere, das reine Ego.

Jüngstes Beispiel einer Medizinstudentin, die angab, dass sie Karriere in der Forschung machen will. Ein Mensch, der für etwas brennt hätte gesagt, ich möchte wegen dieser oder jener Krankheit forschen, ich möchte ein neues Heilmittel entdecken oder so. Also den Fokus auf das Erreichen nicht nur für sich selbst – also Karriere -, sondern auf den Nutzen für die Menschheit.

So wird das nichts. Ich verstehe, dass jemand, der etwas Grundlegendes geschaffen, entdeckt, entwickelt hat, dann auch seinen Namen darunter lesen will. Aber Karriere als Hauptmotiv führt meines Erachtens in die Irre. Denn Fehlversuche, Rückschläge, Kompromisslosigkeit kommen auf dieser Leiter nicht vor.

5 Gedanken zu “Das falsche Motiv

  1. Da möchte ich gerne ein Zitat John Ruskin (1819 – 1900) hinzufügen:

    „Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das,
    was wir dafür bekommen,
    sondern das, was wir dadurch werden.“

    Herzensgruß von
    Ulrike

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  2. Oh ja, so sehe ich das auch. Eine (ehemals) gute Freundin sie war wirklich nett und reizend. Dann kam sie prompt auf den Gedanken – und wurde von ihren Freundinnen dazu gedrängt – doch mehr auf sich selbst zu achten, nicht nur an andere zu denken. Ihr neu „gewonnener“ Egoismus machte teilweise nicht einmal vor ihren zwei Töchtern Halt.
    Heute ist sie geschieden… 🙄

    Liebe Grüße, Werner 🙂

    Gefällt 1 Person

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