Glückliche Vögel

Das Erste was ich am Morgen tue ist, die Terrassentür aufzureißen. Wenn sie nicht die ganze Nacht über offen war.

Der Regen hat nachgelassen,  eine Lücke wurde aufgerissen zwischen den schweren Wolken. Sie gibt kräftiges Blau frei. Noch kann man aus diesem Stück keine Hose schneidern, also wird es wohl kein vollkommen sonniger Tag (Ein Spruch meiner ersten Schwiegermutter). Ein zarter Wind berührt die Blätter der Bäume, die Temperatur ist angenehm und die Vögel zwitschern laut und vergnügt um die Wette. Ich höre Meisen, Amseln, ein paar Spatzen und meine, auch einen Buchfink gehört zu haben. Ein Milan kreist über dem Weizenfeld vor dem Wald. Es klingt nach Aufbruchstimmung und Vorfreude auf den kommenden Sommer. Die Vögel sind da zuversichtlicher als ich.

Jäh unterbrochen wird das friedliche Bild durch zwei zänkische Elstern, die sich zwischen den zitternden Ästen der Drehweide verfolgen und kräftig zoffen. Man muss ihre Sprache nicht sprechen um zu verstehen, dass es um Grundsätzliches geht, was diese lautstarken, wüsten  Beschimpfungen herbeiführte.

Ich find es lustig und mir fallen spontan zwei frühere Nachbarinnen ein.

6 Gedanken zu “Glückliche Vögel

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