Todestag

Heute ist der Todestag meines Vaters. In manchen Jahren denke ich gar nicht daran – ich habs ja nicht so mit Jahrestagen jeder Art. Oder ich nehm es einfach als Tatsache, die genau in seinem Sinn stattfand – ohne Krankheit, ohne Hospital, einfach umfallen und tot. Klar vermisse ich ihn, aber ich bin froh für ihn, dass er nicht großartig leiden musste. Also muss ich auch nicht jammern.

Doch heute jammer ich, vermisse ihn sehr und bin traurig. Heute denke ich nur an mich, was seine Abwesenheit für mich bedeutete und noch bedeutet.

Mein Verhältnis zu meinem Vater zeigt am besten das folgende Foto. Ich holte ihn oft abends von der Dienststelle ab. In seiner Gegenwart konnte ich manchmal ganz weich/glücklich sein, völlig ohne Gegenwehr und Widerstand. Das schaffen nicht viele.

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dav

6 Gedanken zu “Todestag

  1. Im März habe ich viel an meine Eltern denken müssen, deren Todestage am 01. und 10. April waren. Nun fällt mir gerade auf, dass ich zwar an meinen Vater an seinem Todestag gedacht habe, der meiner Mutter ist mir allerdings völlig durchgerutscht, sowie manchmal in den vergangenen 32 Jahren.

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