Sophie 49

Erschreckend ist, dass man schon oft Alkohol und Drogen genutzt hat, um ganze Bevölkerungsgruppen handlungsunfähig zu machen und als minderwertig darzustellen. Mit den Indianern angefangen – man hat sie großzügig mit Alkohol versorgt – nachdem bemerkt worden war, dass sie ihn nicht vertrugen – irgendwann waren sie davon abhängig – zusammen mit der erzwungenen Aufgabe ihrer Lebensweise in den Reservaten – auch ein Dasein ohne Perspektive, ohne Stolz – die Kinder verloren so völlig den Respekt vor den Eltern – sahen auch keine Zukunft – glitten oft ab in Kriminalität – ganze Stämme seelisch und charakterlich vernichtet – so waren sie keine Gefahr mehr – im Gegenteil!

Das Schicksal  und die Lebensumstände der afrikanisch-stämmigen Bevölkerung und der Latinos in den Ghettos der USA weisen starke Ähnlichkeiten dazu auf – nur dass hier Alkohol durch Drogen ersetzt wurde – das ist doch wohl einen Aufschrei aller anständigen und freiheitsliebenden Menschen wert!!! Auf den Auswüchsen lassen sich dann wunderbar Vorurteile aufbauen und Unterdrückungsmechanismen in Kraft setzen. Es scheint also bei Einigen ein  lebhaftes Interesse daran zu bestehen, die Verhältnisse so beizubehalten, weil sie von den so sich selbst bestätigenden Vorurteilen profitieren – z. B. in einem Wahlkampf.

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„Die Geschichte muss neu geschrieben werden“ – toller Satz – hab ich gerade gehört – dann stimmte Vieles, das Meiste oder gar Alles nicht? Zum Beispiel Nero muss neu beurteilt werden – wie viele Dinge hat man uns verheimlicht, weil sie nicht in die politische Landschaft passten? – trifft das auch auf andere Herrscher, ganze Länder, Kriege und Siege zu? – wozu dann alles auswendig lernen? – lieber selber nachforschen – Fakten sammeln – nachdenken – Schlüsse ziehen! In der Schule ergaben all die Zahlen, Reden, Quellentexte überhaupt keinen Sinn – waren nie miteinander verknüpft – immer nur einseitige Sicht auf begrenzte Epochen. Daraus kann man doch nichts lernen. Die Dinge ergeben doch nur im Zusammenspiel der verschiedenen Seiten ein Bild. Auch dieses Schulfach könnte richtig spannend sein, wenn man uns selbst herausfinden ließe, wie wir die Ereignisse beurteilen – welche Bedeutung sie für unsere Gegenwart und Zukunft haben.

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Wollte ja noch mal über ein bedingungsloses Grundeinkommen als Gegenentwurf zu Hartz IV nachdenken – hat auch was mit dem wichtigen Thema „Freiheit und Selbstbestimmung“ zu tun. Das Grundeinkommen soll zur Existenzsicherung dienen – unabhängig von einer Erwerbstätigkeit, s. Definition von Arbeit. Kritik: es arbeiten nur noch wenige – müssen die „Faulen“ dann unterhalten – ist nicht finanzierbar – das letzte Argument wurde schon entkräftet.

Sehen wir uns doch mal die Kosten und Folgen von Hartz IV an – größter Nachteil liegt in Wertung bzw. Abwertung der Antragsteller durch die Gesellschaft – dadurch ständige Rechtfertigungssituation – auch durch Überprüfungs- und Bestrafungspolitik – unterstellt dadurch Jedem grundsätzlich Betrugsabsichten – das züchtet Trotz und Gegenwehr – bindet Energien – lässt Motivationen verkümmern durch Scham und Gefühl der Minderwertigkeit – Selbstbild wird beschädigt – Depressionen und andere Krankheiten entstehen – auch nicht gerade kostengünstig für die Gesellschaft.

Kosten entstehen über die Auszahlungen hinaus durch maßlos überteuerte Mieten – überhöhte Nebenkostenabrechnungen – Gerichtsverfahren nach Kürzungen oder Falschberechnungen – Rechtsanwälte – Sachbearbeiter – Kontrolleure – Missbrauch durch Arbeitgeber, die Hungerlöhne zahlen. Hab gelesen, dass rund ein Drittel der Gelder für Hartz IV für Verwaltung draufgehen. Zusammen mit den zuvor genannten Kosten ohne Nutzen sind es sicher 50% der Gelder, die die Bedürftigen bekommen könnten, ohne dass sich die Kosten erhöhen würden.

Also hätte man für ein Grundeinkommen schon mal das Doppelte dessen zur Verfügung, was derzeit an die Menschen ausgezahlt wird – ohne all die demütigenden Nebenerscheinungen. Wer unwürdig behandelt wird, verhält sich irgendwann auch so – wer ständig einer Straftat verdächtigt wird, führt eines Tages auch eine kriminelle Handlung durch – sei es auch nur, um seine persönliche Situation ein wenig zu verbessern – es macht ja eh keinen Unterschied.

Beim Grundeinkommen fallen alle genannten Zusatzkosten weg – der Mensch als Individuum erhält eine höheren Stellenwert – das stärkt die Selbstwahrnehmung – erhöht Motivation und Ehrgeiz, etwas Eigenes zu schaffen –  sozial aktiv zu werden – das stärkt soziale Bindungen. Kinder müssen sich nicht mehr für ihre Eltern schämen – was Energien zur Verleugnung der Existenzangst bindet – können besser lernen – sehen einen Sinn im Lernen – haben bessere Zukunftsaussichten. Und die paar, bei denen das ausbleibt, kann die Gesellschaft schon verkraften.

Da Wohnungen wieder persönlich angemietet werden, müssen die Mieten wieder realistisch gestaltet werden und sinken – Arbeitgeber werden sich wieder angewöhnen, anständige Löhne zu zahlen – mehr gut bezahlte Arbeit – mehr Steuereinnahmen. Wer zusätzliches Einkommen will, wird mit Freude und Einsatz arbeiten – weniger Krankheiten, weniger Unfälle, weniger menschliches Versagen – auch ein Haufen weniger Kosten für die Allgemeinheit. Das verdiente Geld kommt durch höheren Konsum wieder in Umlauf.  

Wer mit dem Grundeinkommen auskommt, wird vielleicht kostenlos in Schulen und Kitas kochen – weg mit dem Fertigfraß – wird kostenlos Nachhilfe geben, Kinder oder Alte betreuen – dem Nachbarn oder Verwandten beim Hausbau helfen  – ach, es gibt so viele Möglichkeiten, wo Menschen sich und ihre Fähigkeiten gerne einbringen, wenn sie gewürdigt werden.

Was spricht jetzt noch gegen ein Grundeinkommen?

 

 

Ein Gedanke zu “Sophie 49

  1. Danke für den hier „dargestellten, ungeschminkten Spiegel“ –
    scheint sprachlos zu machen, ob der vielen anderen Buchstaben hier –
    oder, und das wünsche ich uns, ein Same ist durch diesen Spiegel gesetzt, welcher langsam wachsen darf – auch wenn die Steine schreien.

    Ich weiß, Worte, die in dieser Form, die meisten nicht hören wollen.

    Liebe Grüße
    von dem verstrahlten Authisten
    (der gerade wieder eine Phase hat, wo er meint, auseinander gerissen zu werden)

    Gefällt 1 Person

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