Sophie 47

Zukunftsplanung tut not – muss demnächst Berufe vergleichen – bedingungsloses Grundeinkommen als Gegenentwurf Hartz IV gegenüber stellen. Worauf kommt es überhaupt an? 

Wie definiert man Arbeit? Grundsatzfrage. Ist Arbeit nur eine Tätigkeit, für die ich bezahlt werde? Oder ist es vielmehr jede Tätigkeit, die einen Zustand oder ein Produkt  herstellt, der einem anderen zugutekommt oder ihn entlastet – die Erstellung eines Kunstwerkes – eine Anstrengung, die zur Zerstreuung oder zum Wohlbefinden eines Anderen beiträgt – eine geistige Anstrengung, die der Gesellschaft hilft, sich weiter zu entwickeln – eine geistige Anstrengung, die eine Entdeckung beabsichtigt oder zur Folge hat? Für mich ist das alles Arbeit. Was ich überhaupt nicht verstehe – warum hat die Höhe der Bezahlung einen höheren Wert als die Tätigkeit selbst?

Wenn zum Beispiel eine Frau bei anderen Leuten für Geld putzt, dann arbeitet sie – wenn sie nur zu Hause putzt, arbeitet sie nicht? Wenn ich die Kinder anderer Leute versorge und dafür bezahlt werde, dann arbeite ich – wenn ich mich um meine eigenen Kinder kümmere, dann arbeite ich nicht? Das ist doch bekloppt! Merkt Ihr´s noch? Sollten wir nicht endlich aufhören, alles über finanziellen Ertrag zu definieren und wertzuschätzen?  Das würde den Druck nehmen, ohne die Arbeit schwieriger zu machen.

Weiteres Verständnisproblem – warum wird das Herstellen, Produzieren, Erhalten weniger geachtet, als Kontrollieren, Hinterherschnüffeln, Verschieben virtueller Zahlen auf einem Bildschirm und andere sinnlose Tätigkeiten  – genauso wie das Helfen und Sorgen für andere Menschen gern gesehen wird, aber in dieser Gesellschaft nicht wirklich einen Wert besitzt, schon gar nicht einen angemessen bezahlten. Und seit wann genießt eigentlich der erfolgreiche Betrüger mehr Ansehen als der Betrogene, der nur auf Grund seiner eigenen Ehrlichkeit nie auf die Idee gekommen ist, hinter den schönen Worten könne eine böse Absicht lauern? Das war doch nicht immer so?

 Vorstellungsgespräche – auch Erziehung zum Lügen – Vorspiegelung falscher Tatsachen –  wie ein schlecht ausgedachtes Rollenspiel. Verstehe die Personalchefs nicht. Glauben die, dadurch unterwürfige Mitarbeiter zu züchten? Wollen sie nicht die Besten für ihren Betrieb? Zeichnen die sich wirklich durch Zeugnisse, Kleidung, Frisur und auswendig gelernte Informationen über den Betrieb aus? Ist die innere Einstellung nicht viel wichtiger? Und wie oft entspricht das gut inszenierte Foto, das über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch entscheidet, gar nicht dem Bewerber?

Wenn Euch jemand sagt: „Das hier ist nicht mein Traumberuf, aber ich würde gerne in diesem Betrieb arbeiten. Ich kann versprechen, wenn ich mich für etwas entscheide, dann stehe ich mit meinem ganzen Können und Willen dahinter.“, ist der nicht viel glaubwürdiger als die vielen Schaumschläger, die Euch in der perfekt andressierten Körpersprache gegenüber sitzen? Jemand, der mit seinen Fähigkeiten nicht 50% übertreibt, weil das die Spielregeln zu sein scheinen, ist gleich im Nachteil, wenn ihm 50% an seinen Aussagen abgezogen werden. Dabei ist der Ehrliche doch viel eher auch loyal gegenüber seinem Arbeitgeber. Kommt doch mal wieder zum Wesentlichen zurück!

Eine ganze Wirtschaftssparte lebt von dieser Vorspiegelung falscher Tatsachen und zieht den jungen Leuten so das – oftmals geliehene – Geld aus der Tasche – sehe das als Nötigung. Fängt an bei endlosen Fotosessions – vorher Friseur und Kosmetik – dann Imageberater und Trainer – ist doch absurd – will doch nur eine Arbeitsstelle und keinen Modellvertrag. Überhaupt Imageberater – find ich bei Politikern schon krank – gehört hier gar nicht hin. Es geht nicht um Image – es geht um Charakter und echte Fähigkeiten.

Sinnvoller wären bei einigen Berufen psychologische Gutachten, ob man von der Persönlichkeit überhaupt für den Beruf geeignet ist – zum Beispiel Lehrer und Ärzte. Die sollte man ohne überhaupt nicht zum Studium zulassen – haben schließlich entscheidenden Einfluss auf Menschen. Sagt doch mehr aus als ein Einser-Abizeugnis.

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Umweltverschmutzung nur durch Raucher? Ich will ja gar nicht abstreiten, dass Rauchen ungesund ist. Aber doch nicht in dem Ausmaß, wie behauptet wird. Wahrhaft gewaltigere Krankheitsverursacher sind die Lufttverschmutzer und Wasserverseucher von chemischen Industrien, Kohlekraftwerken usw. – die Bodenverseucher der Giftmüllindustrie  –  die Nahrungsmittelindustrie, die mit dem Fleisch gleich Unmengen an Transfetten, Antibiotika und resistenten Krankheitserregern mitliefert – die Fertigprodukten unüberprüfbare Stoffe beimischt – Weichmacher und anderes in Kunststoffen, die Kleider und Kinderspielzeuge in Gifttransporter verwandeln.

Wollt Ihr mir wirklich erzählen, dass Rauchen schädlicher ist, als im Dunstkreis einer Chemiefabrik  zu wohnen, auf giftverseuchtem Boden zu leben oder tagtäglich in von Abgasen überlasteten, stinkenden Straßen zu laufen? Aber wer wird alleine verfolgt? Die Raucher. Ach nein – auch die Balkon-Griller!  Das ist ja auch so schön einfach. Machen wir doch ein Gesetz!

Schädigung der Gesundheit durch Zucker, Salz, Fett usw. – ganz schön billig und gewohnt oberflächlich – all diese Stoffe braucht der Körper – auf das richtige Maß kommt es an – ist bei jedem Menschen anders – was ist mit Antibiotika im Fleisch – Hormonen in Nahrung und Kosmetika – Metallen und Medikamentenresten im Trinkwasser – manipulierten Genen in Fleisch, Obst, Gemüse, Mehl und verarbeiteten Lebensmitteln?

Was ist der Grund für die Verharmlosung und das Verschweigen wirklicher Gesundheitsgefährdung? Auch hier hilft die Frage: “Wer profitiert?“ Erstens die Firmen, die man dann nur bedingt verklagen kann, weil sie durch die Verteufelung von Zucker, Salz, Fett nicht als alleiniger Verursacher festgestellt werden – nicht mal als Hauptverursacher – was schon wieder nach Volksverdummung stinkt. So sind deren Gewinne einigermaßen vor Schadenszahlungen geschützt.

Zweitens sind es die Versicherungen – was einen ziemlich dunklen Schatten auf den eigentlichen Sinn und deren ursprüngliche Verantwortung wirft – nämlich bei einem tatsächlichen Schaden finanziellen Ausgleich zu leisten. Die Begründungen der Versicherer eine Zahlung abzulehnen, sind ganz schön scheinheilig und bedenklich – hab ich in einer Politsendung gesehen – sie drehen und wenden mit Hilfe ihrer Anwälte das Geschehen so lange hin und her, bis sie eine Art von Mitschuld unterstellen können – die kann noch so klein sein – es wird dadurch oft erfolgreich versucht, nicht zu zahlen. „Sie hatten einen Autounfall – Wasserrohrbruch – Sturmschaden – Brand? Haben Sie vorher zu viel Salz, Zucker oder Fett gegessen? Haben Sie vor dem Blitzschlag/der Überschwemmung/dem Beinbruch eine Zigarette geraucht? Ja, dann haben Sie leider keinen Anspruch!“  Da brauch ich doch keine Versicherung!

Scheinbar hängen die Versicherungen zu eng mit den Banken zusammen, zumindest haben sie wohl in die gleiche Richtung ihr Geschäftsmodell verändert – Richtung Gewinnmaximierung – da stören natürlich diese Leute, die eine Schadenszahlung verlangen, nur weil sie jahrelang „peanuts“ eingezahlt haben – das muss verhindert werden – sonst ist ja das ganze schöne Geld weg! Was sagen dann die Aktionäre?

 

 

 

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