Sophie 45

Frage mich, ob alle, die dort arbeiten, mal darüber nachdenken, was für Werte und welches Weltbild sie ihren Kindern weitergeben. Was Ihr tut, prägt uns – nicht was Ihr redet! – wenn Ihr lügt, fühlen wir es. Ihr gebt die Atmosphäre und die Leitgedanken des Ortes weiter, an dem Ihr den Hauptteil der Zeit verbringt. Und es geht etwas kaputt, wenn wir als Heranwachsende merken, dass Beides nicht zusammenpasst und Eure Arbeit schreckliche Folgen hinterlässt. Vorbild tot – Vertrauen im Eimer! Zu dramatisch? Stimmt es nicht, dass die meisten Amokläufe an Schulen in Orten geschehen sind, wo große Rüstungsfabriken, Waffenfirmen o.ä. existieren, zumindest in den USA? Immer noch zu dramatisch? Sucht schon mal nach Ausnahmen, damit Ihr Euch wieder besser fühlt und nicht weiter nachdenken müsst.

Einer, einige Wenige müssen anfangen, sich öffentlich diesem Wahnsinn zu verweigern – möglichst in allen Ländern gleichzeitig. Im Zeitalter des Internets kein Problem mehr. Wir, die Jungen, die sich noch was trauen, müssen etwas unternehmen. Und ein paar Ältere, die wieder klar sehen – die gibt`s – sollten uns helfen. Erwartet nichts von den Erwachsenen im „besten Alter“. Die werden nichts tun – sie sitzen in ihren sicheren Nestern und haben ständig nur Angst, dass der nächste Bankensturm sie von den Bäumen bläst.

Kommt mir jetzt nicht wieder mit Vernichtung von Arbeitsplätzen. Es gibt genug zu tun: erneuerbare Energien, Bodensanierung, Umweltschutz, Tierschutz usw.

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Fanatismus, Islamismus, Extremismus, Fundamentalismus, Kommunismus, Absolutismus Katholizismus, Protestantismus, Narzissmus, Individualismus, Kollektivismus, Kapitalismus, Liberalismus, jede Form von „Ismus“ ist mir verhasst. Verdummt die Menschheit – lässt nichts gelten außer dem eigenen Aspekt und will unbedingt missionieren – wenn`s sein muss, mit Gewalt. Engstirnige Sicht der Dinge – Verherrlichung der eigenen Gedanken – dadurch keine Möglichkeit zur Weiterentwicklung – Verharren auf  beschränktem Standpunkt – fehlende Flexibilität – irgendwie total armselig – ohne jede Selbstkritik – basiert auf Minderwertigkeitskomplexen – sonst mehr Offenheit und mehr Interesse,  Wahrhaftigkeit zu finden – Weisheit zu erlangen.

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Es gibt mal wieder einen Klimagipfel – in Doha – musste erst mal nachsehen, wo das überhaupt liegt. Alle diskutieren wild durcheinander – jeder will nur eigene Interessen durchsetzen – neue Industriestaaten jammern: „Ihr habt jahrelang alles verschmutzen dürfen. Wir wollen jetzt auch mal!“ – Kindergarten – wieder keine ernsthaften Beschlüsse – höchstens politische Absichtserklärungen. Die hätte man auch schon vorher verfassen können – hätte keinen Unterschied gemacht. Ach ja, es existiert natürlich auch ein hochoffizielles Protokoll  – ohne jede wahre Erfolgsmeldung – wird natürlich nicht so „kommuniziert“.   

Eigentlich eine Schande – durch dieses Rumgedüse in der ganzen Welt verschlechtern sie das Klima doch noch – warum keine Videokonferenzen –  telefonieren doch auch sonst ständig?  Gleiches gilt auch für die anderen regelmäßigen Treffen – G7, G8 – alle drei Monate Europäischer Rat – sieben Gipfel pro Jahr – dazu noch andere Jahrestagungen, zum Beispiel  OSZE – spätestens alle zwei Monate fliegen also zahllose Politiker mit ihrem Gefolge kreuz und quer durch die Welt, ohne sich darüber Gedanken zu machen. Ich konnte es kaum glauben, als ich das nachgelesen hab. Und die wollen uns etwas von Umweltschutz erzählen?

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Heute erst spät heimgekommen. Am Morgen zu spät zur Arbeit. Gigantischer Anschiss, weil ich die Erste der Verspäteten war. Reines Abreagieren. Aber geht schon! Das nächste Mal lass ich mir mehr Zeit, damit jemand anders die Ehre hat, Erster zu sein.

Bahnen fuhren nicht, Busse zu wenig, Bahnstreik – reines Chaos. Viel Ärger, viele Diskussionen. Frage mich wieder – wer profitiert? Ich denke, die Bahn. Je ungemütlicher es für die Fahrgäste wird, desto mehr öffentliche Ablehnung. Da siegt die eigene Bequemlichkeit. Ist ja auch nervig. Das kann man natürlich wunderbar lenken, indem ungenügend Ersatz geboten wird – sicher weniger als möglich wäre – schätze ich jetzt mal.

Wenn die Streikenden die Bevölkerung nicht mehr hinter sich haben, wird es schwer, weiter auf Forderungen zu bestehen. Das rechnet die Bahn schon mit ein, um die klein zu kriegen – übles Spiel! Aber wenn die Gewerkschaft mittendrin aufhört, war alles umsonst. Allerdings Gewerkschaften sind auch mit Vorsicht zu genießen – hohe Tiere kochen auch hier ihr eigenes Süppchen –  müssen schließlich was erreichen, um mehr Mitglieder zu bekommen. Seht Euch mal die pompösen Gewerkschaftszentralen an, die sind auch nicht bescheidener als manche Firmensitze – widerspricht eigentlich ihrer Aufgabe und macht sie leicht unglaubwürdig – sollten sich auch mal wieder auf ihre Wurzeln besinnen.

 

 

 

 

 

 

 

7 Gedanken zu “Sophie 45

  1. Es ist sehr bemerkenswert, dass Du diesen Text schon vor vier Jahren geschrieben hast, weil alle Themen, die angesprochen werden, heute noch da sind und sogar an Gewicht gewonnen haben. Mich hat das Klimathema in jener Zeit nicht so sehr interessiert, während der Naturschutz für mich während der letzten Jahre immer wichtiger wurde. Zuerst habe ich die Windräder nur hässlich gefunden. Erst allmählich habe ich gemerkt, dass die durch sie verursachten Eingriffe in die Natur so stark sind, dass Unwiederbringliches verloren geht. Erst vor wenigen Wochen habe ich begriffen, dass sie schwere Gesundheitsschädigungen hervorrufen.
    https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/05/25/infraschall-deutschland-schafft-sich-ab/
    https://sternkekandidatkreistagvg.wordpress.com/2019/06/08/windkraft-euro-gemeinden-sollen-die-gesundheit-ihrer-einwohner-verkaufen/
    Die Klimaproblematik wird im Zusammenhang mit dem Windkraftausbau, der eine gewaltige Kapitalumverteilung ist, so funktionalisiert, dass Schutzgüter, die lange Zeit in unserer Gesellschaft fundamental waren (Natur, Gesundheit) nun preisgegeben werden. Die junge Frau, die in Deinem Buch sagt „jeder will nur eigene Interessen durchsetzen“, bringt es auf den Punkt. Dein Text ist am Puls der Zeit.

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  2. Liebe Caroline,
    Deine Bemerkungen zum Klimaschutz sind sehr treffend. Klimaschutz ist, wenn man biologische Abfälle mit LKWs von Holland nach Vorpommern fährt, um sie dort in Biogasanlagen zu verbrennen und mit den Resten davon die Umwelt zu vergiften, wenn man Grünland umackert, um Biomais zu pflanzen, in dem die Raubvögel keine Nahrung mehr finden, wenn man Wälder und Moore (CO2-Speicher) vernichtet, um Windkraftanlagen an Orten aufzustellen, von wo der Strom keinem Nutzer zugeführt werden kann, wenn man Vögel und Fledermäuse ganz nebenbei maschinell tötet.
    Unterschreib bitte die Petiton „Retten Sie den Rotmilan und andere von der Ausrottung bedrohte Arten!“
    Hilf mir diese Petition zu verbreiten!
    Schreib ein Buch zu diesem Thema!
    Viele Grüße
    René
    https://www.change.org/p/f%C3%BCr-landwirtschaft-und-umwelt-mecklenburg-vorpommern-retten-sie-den-rotmilan-und-andere-von-der-ausrottung-bedrohte-arten-0dab0be9-2465-4cbe-93f0-84b5430b0d8f

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    1. Vielen Dank. Das ist ein Auszug aus einem Buch, das ich aus der Sicht einer achtzehnjährigen vor vier Jahren geschrieben habe und das sich mit vielen Aspekten der Gesamtsituation der heutigen Realität in großen Teilen der Welt befasst. Die Hauptperson sucht verzweifelt nach einer Perspektive für ihr Leben. Es wurde gerade überarbeitet und bekommt einen neuen Titel.
      Weil die Lage immer ernster und drängender wird, habe ich es Stück für Stück auf meinem Blog veröffentlicht.
      Die Petition werde ich unterschreiben und auf dem Blog darauf aufmerksam machen.

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  3. Uuuuuh, ich würde jetzt nicht alle „Erwachsenen“ in einen Topf werfen, nur weil sie in einem scheinbar sicheren Nest sitzen. Ich bin 60 plus und setze mich gerne für eine bessere Zukunft der Kinder ein. Aber glaube mir- solange Dax, Dow Jones und Co das Sagen haben, wird sich nichts ändern. Liebe Grüße Lo

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    1. Ich würde das auch nicht, bin selbst über sechzig und setze mich schon immer für Kinder und Jugendliche ein, aber die Romanfigur ist achtzehn und darf das. Sie darf ihren Gedanken ungezügelt ihren Lauf lassen, denn nur, wenn man nicht gleich wieder alles relativiert, kann sich Neues entwickeln. Dass das Geld die Macht übernommen hat, kam ja nicht wie ein Gewitter vom Himmel., wurde durch zu wenig Gegenwehr erst möglich. Und mal ganz ehrlich, auf die Mehrheit, wobei die schweigende die schlimmste ist, trifft das schon zu.

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