Test – Hackbraten vegetarisch

Neulich unterhielt ich mich mit meinem jüngsten Sohn über die zunehmende Nachfrage nach vegetarischen und veganen Gerichten und wie man allgemein Fleischkonsum verringern kann. Das Wichtigste hierbei ist, dass die Gerichte so schmackhaft und reizvoll sind, dass sie zu einem Genuss führen und nichts vermisst wird.

Mein Sohn ist Koch, sehr kreativ und experimentierfreudig. Er legt großen Wert auf frische, unverfälschte Produkte und hat auch schon einmal gekündigt, weil die Küche seinen Ansprüchen nicht mehr entsprach. Nun hatte er die Idee, eine vegetarischen Hackbraten zu entwickeln und wir sprachen über die Möglichkeit, die notwendige Bindung/Stabilität für die Gemüse zu erreichen. Dazu fielen uns ein: Bohnen, rote Linsen, Jasmin- oder Sushireis, Maismehl und ähnliches.

Die Idee ließ mich nicht los und so fing ich an, etwas auszuprobieren. Paprika, Aubergine, Zucchini, Zwiebel, Frühlingszwiebeln anrösten, würzen mit Salz, Cayenne-Pfeffer und Kreuzkümmel, etwas Minze, ein wenig Honig darüber. Jasminreis kochen. Gemüse auf zwei Schüsseln verteilen. Mein Plan war einmal eine Portion mexikanisch, eine orientalisch auszurichten.

Mexikanisch: rote Bohnen, Mais, Maismehl, selbstgemachte Würzmischung mit Chili, etwas Chilisauce untermischen.

Orientalisch: eingeweichte Kichererbsen, weiße Bohnen, noch mehr Honig, Zimt, Piment, Harissa, Koriander, Kurkuma. Mehl brauchte ich hier nicht.

Beide Mischungen kurz anpürieren, sodass noch Gemüsestücke bleiben und ein grober Brei entsteht, Reis untermischen.

Geschmack war schon wie gewünscht, stand noch die Frage an, ob die Masse wirklich zu einer Einheit werden wird. Um nicht eine Riesenschweinerei in meinem Backofen zu riskieren, habe ich jeweils ein Nest aus Blätterteig gemacht, in das ich alles einfüllte.

Nach einer Dreiviertelstunde im Backofen war alles fest, oben leicht gebräunt und roch herrlich. Nach dem Erkalten ließ sich beides sogar schneiden. Dazu kann ich mir (mex.) einen mexikanischen Salat und Guacamole sowie auch Mojo vorstellen. Wir toppten es zum Probieren mit etwas geriebenem Käse und einem Klecks Schmand. Und zum Typ Orient Radieschensalat, wie ihn meine tunesiche Freundin machte sowie Feigen. Uns hat es sehr gut geschmeckt.

Ich kann mir auch gut vorstellen, kleine Bällchen zu formen und zu frittieren oder kleine Teigtaschen damit zu füllen. Nächstes Mal.

4 Gedanken zu “Test – Hackbraten vegetarisch

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