Kochen und Backen als Therapie

Wenn es mir schlecht geht, fange ich an zu kochen. Zuerst schneide ich Zwiebeln. Nicht zu dem Zweck, besser und unauffälliger heulen zu können. Nein, es ist der Geruch von angeschmorten Zwiebeln, der mich wieder zu mir zurückbringt. Was ich danach hinzutue, ist unterschiedlich und fast unwichtig. Es ist der Geruch, der Erinnerungen wachruft, die mich glücklich machen.

So fing ich auch gestern an, Zwiebeln zu schälen. Gestern war ein schrecklicher Tag – Neles Todestag. Wir bleiben dann immer ganz für uns, weil wir niemanden mit unserer Trauer belästigen wollen. Nach so vielen Jahren kann das eh kein Außenstehender mehr nachvollziehen. Muss ja auch nicht. Dazu noch die Zerrerei durch meine Mutter. Später gab es dann Fajitas.

Ist mein Mann deprimiert, fängt er an zu backen.

11 Gedanken zu “Kochen und Backen als Therapie

  1. Jeder darf und sollte trauern, egal wie und egal wie lange.
    Ich denke die Trauer hört nie auf, sie verändert sich nur.
    Und da hat auch keiner ein Anrecht darauf sich anzumaßen eine Meinung darüber abzugeben.

    Gefällt 4 Personen

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