Methusalem

Der Mann lebte nicht 969 Jahre, sondern 969 Monde. Er wurde also über 87 Jahre alt. Ein Mond ist gleich ein Monat. Zu jener Zeit mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 45? Jahren auch schon ein „biblisches“ Alter. Das ist logisch und glaubwürdig.

Reiner Wunsch nach Sensationen, bewusste Falschmeldung oder einfach nur Dummheit?

18 Gedanken zu “Methusalem

      1. Ich denke, dass diese Zahlen nur von ganz fundamentalen Christen unkritisch übernommen werden – und die haben noch ganz andere Probleme. 😉 Man kann auch gläubig sein, ohne jedes Wort in der Bibel für bare Münze zu nehmen.

        Was wäre denn die Alternative? Den Bibeltext heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen anpassen? Das würde ich persönlich gruselig finden – und ich bin noch nicht mal ein gläubiger Mensch.

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      2. Nicht dass es in der Bibelübersetzung so steht, stört mich, sondern dass bei wikipedia und anderen Quellen steht: Er wurde 969 Jahre alt. Nicht er soll oder Ähliches.
        Die Bibeltexte umzuschreiben, womöglich auch noch politisch korrekt, fände ich ebenfalls gruselig.
        Die katholische Kirche verlangt sehr wohl, alles für bare Münze zu nehmen – auch die vielen Gleichnisse wortgetreu als Wahrheit zu übernehmen.
        Übrigens haben viele davon für mich einen wertvollen tieferen Sinn, der durch den Zwang, Inhalte als Fakten zu sehen, eher vernachlässigt bis zerstört wird.

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      3. Ach so, Du meinst praktisch – in weitesten Sinne – Sekundärliteratur!? Na, darüber lässt sich natürlich diskutieren. Für mich klang es tatsächlich so, als würdest Du Dich für eine sprachliche „Anpassung“ des Originals aussprechen. Es wäre schließlich nicht der erste Text, dem es so erging. 🙂

        Ich als Protestant weiß leider nicht, was die katholische Kirche so verlangt, hatte aber immer schon das Gefühl, auf der entspannteren Konfessionsseite zu stehen. 😉

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      4. Die nenen sich aber Wissensportale, da darf so etwas nicht unkommentiert stehen.
        Auch Literatur gehört nicht umgeschrieben, weder die klassische noch Pippi Langstrumpf und Co. Mich nervt schon, dass die Biene Maja einem „shaping“ unterzogen wurde. Eine unrunde, magere Biene – geht`s noch?
        Meine Erafhrungen diesbezüglich habe ich nach einer Vertretungsstunde in katholischer Religion gesammelt, in der ich sagte, dass wir durch Gleichnisse etwas lernen sollen und sie nicht wörtlich nehmen können. Wütende Elternanrufe und Verbot des Dekanats, fachfremde Lehrkräfte im Kath. Reli-Unterricht einzusetzen.

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      5. Details – gut. Eine persönliche Erfahrung, die ich machen musste. Mir ging es nicht gut, ich torkelte, hielt mich an einer Laterne, oder Verkehrsschild fest. Passanten beschimpften mich mit den Worten – die ist ja schon am frühen Morgen besoffen!
        Ein junger, dunkelhäutiger Mann fragte ob er mir helfen dürfte. Dankbar nahm ich seine Hilfe an. Er brachte mich zu meinem Wagen und blieb bei mir. Nach einer gewissen Zeit und einem Schluck Wasser erholte ich mich und konnte wieder weiter.

        Eine andere Situation, ein Mann lag mitten auf dem Gehweg. Passanten liefen um ihn herum, sprangen auch über ihn hinweg. Ich habe die Rettung gerufen und bin bei dem Mann geblieben. Er war unterzuckert. Solche Dinge beschäftigen und ärgern mich ungemein.
        Auch wenn dieser Mann betrunken gewesen wäre, bleibt er immer noch ein Mensch. Ein Mensch der Hilfe brauchte. Das sind einige der Vorfälle die mir in der letzten Zeit häufig begegnen.
        Es ist erschreckend wie verroht die Menschen zum Teil sind. Eben Ignoranten.

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      6. Das ist keine gute Entwicklung, deren zum Teil schmerhafte Enttäuschungen wir auch erfahren durfte. Als unsere Tochter während ständiger lebensbedrohlicher Schübe des Lupus unsere ganze Aufmerksmkeit brauchte und wir nicht mehr wie zuvor Partiys ausrichten und Leute am WE durch die Gegend kutschieren konnten, ich nicht mehr so viel Zeit für die Sorgen der anderen hatt, haben wir fast unser ganzes soziales Netz verloren. Freunde sind nur ganz wenige geblieben, Hilfe in der Regel Fehlanzeige. Ein Grund dafür ist die zunehmende Konkurrenz unter den Menschen, deren Vorbereitung bereits im Kindergarten beginnt. Jeder gegen Jeden.

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      7. Über dieses TheÜber dieses Thema könnte man wahrscheinlich sehr lange diskutieren.
        Deine Erfahrungen waren für dich sicher schmerzlich. Doch sie haben dich auch gestärkt.
        Nach meiner Meinung nimmt man aus jeder Enttäuschung, oder auch Niederlage ganz viel mit. Nennt sich Lebenserfahrung!
        Ich habe mich, nach dem Tot meines Mannes, damit abgefunden keine guten Nachbarn oder Freunde mehr zu haben.
        Vor menschlichen Enttäuschungen ist niemand sicher.
        Nur so viel, nach meinem Umzug habe ich mir mein Leben neu gestaltet, habe neue Menschen kennengelernt. Jetzt, wo ich wieder fest im Sattel sitze, kommen die Herrschaften wieder aus dem Loch gekrochen. Suchen erneut Kontakt zu mir. Ich habe damit abgeschlossen. Bei mir bleibt es beim kurzen Gruß und das war es auch schon.

        Du hast recht, es beginnt im Kindergarten und in der Schule setzt sich die Misere fort. Jeder gegen jeden. Ein Miteinander, oder ein Füreinander scheint ein Fremdwort zu sein.

        Ich wohne neben einem Kinderspielplatz und folglich habe ich auch ab und an Kotakt zu jungen Jugendlichen. Mittlerweile habe ich einen kleinen Fankreis. Die Kleinen vertrauen mir und es ist ein gutes Gefühl ihnen etwas Menschlichkeit zu vermitteln.
        ma könnte man wahrscheinlich sehr lange diskutieren.
        Ich habe mich, nach dem Tot meines Mannes, damit abgefunden keine guten Nachbarn oder Freunde zu haben.
        Vor menschlichen Enttäuschungen ist man nie sicher.
        Nur so viel, nach meinem Umzug habe ich mir mein Leben neu gestaltet, habe neue Menschen kennengelernt. Jetzt wo ich wieder fest im Sattel sitze kommen die Herrschaften wieder aus dem Loch gekrochen. Suchen erneut Kontakt zu mir. Ich habe damit abgeschlossen. Bei mir bleibt es beim kurzen Gruß und das war es auch schon.

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  1. Hmm,
    stehen wir wieder vor dem Problem, welcher „History“ wir wieder glauben dürfen?
    Die 45 Jahre sind genauso in Zweifel zu ziehen als Durchschnittsalter…
    Noah soll ja auch so ein alter Sack gewesen sein, gleiches gilt für Hiob (beide entspannt über 100) und David sprach von einer Lebensspanne von 70-80 Jahren.
    Nun, wir waren nicht dabei, sonst würden wir Methusalem locker in den Schatten stellen.
    Können wir der modernen Wissenschaft glauben schenken, so wird da ja ein „maximales Alter“ von 120 Jahren postuliert. Das deckt sich mit diversen Angaben aus den Hoch-Anden und dem Himalaya.

    Wir sehen uns, in 50 Jahren,
    Raffa.

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