Stromexzesse

Gestern hörte ich, dass in Hamburg auf einer Brücke ein übergroßer Smiley die Laune der Passanten misst und anzeigt. Die Informationen liefern unzählige Kameras mit Gesichtserkennung in der Umgebung. Süß, gell? So fanden es jedenfalls die hierzu Befragten.

Erste Fragen: Wozu braucht man auf, hinter, vor und neben einer Brücke Überwachungskameras? Welche Gefahren lauern dort in voller Übersichtlichkeit? Wieviele Verbrecher tummeln sich dort im Mittel?

Zweite Frage: Wussten die Hamburger vorher nicht, in welcher Gemütsverfassung sie waren und falls ja, welche Vitamine bzw. Mineralstoffe fehlen ihnen?

Dritte Frage: Wieviel Strom wird allein für die flächendeckende Überwachung in Deutschland verbraucht, inkl. der Kontrollüberwachung der LKW-Maut, die übrigens alle Fahrzeuge erfasst?

Und jetzt noch die zwangsartige Anpreisung von E-Autos statt Wasserstoff-Autos, die mir von Beginn an als eine Alibiveranstaltung für Atomkraftwerke erschien (ganz abgesehen von den sonstigen Nachteilen). Ein Hoch auf alle Atom- und Kohlekraftwerke, die weiterbetrieben werden durch künstlich erhöhten Stromverbrauch.

Klappt ja wieder alles perfekt für die Konzerne, dank Monster-Smileys mit voller Zustimmung der meisten Bürger.

Und nein, ich wende mich mit diesem Beitrag nicht gegen dezente Weihnachtsbeleuchtungen in Städten für vier Wochen im Jahr. Das ist meistens sehr schön und gemütlich und ein Klacks gegen die monierte Verschwendung.

12 Gedanken zu “Stromexzesse

  1. Das Projekt ist ein Kunstwerk und soll die Passanten auf Überwachungsinstrumente im öffentlichen Raum und die damit verbundene Bedrohung der Privatsphäre aufmerksam machen und die Filmaufnahmen sollen angeblich nicht gespeichert werden.
    Wenn diese Aussage korrekt ist, ist der Gedanke ja nicht unbedingt schlecht.
    Zumindest weiß man jetzt, wie die Hamburger ticken und was da sonst noch so tickt… :-/

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      1. Es ist ein Neonröhren- und Stahlkonstrukt – aber ich verstehe, was du meinst.
        Mein erster Gedanke als ich davon hörte war im Gegensatz zu dir nicht der Stromverbrauch oder der Verbrauch an Kunst, nein. Ich hatte da noch ganz andere Ideen, die in Richtung absolute Überwachung und Prävention von Terror im „übergestülpten“ Kunstmäntelchen gingen…

        Gefällt 2 Personen

      2. Und zum Thema E-Autos, mal weitergedacht: [Ironie on]
        Wenn wie von der Verkehrsmafia geplant – jeder demnächst ein E-Auto fährt, hätte das einen wirklich positiven Umweltaspekt.
        Da die Autos ja aufgeladen werden, müssen ca. 20x mehr Stromkabel verlegt werden als bisher nötig waren. Da diese Kabel in Gehwege verlegt werden, heizen sich diese dann so auf, dass im Winter nicht mehr gestreut werden muss!
        Die Umwelt wird es uns danken…. J [Ironie off] 😎

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      3. Ja, und die nicht mehr verwertbaren Batterien, für die es weder Entsorgungsmöglichkeiten noch Recyclingkonzepte gibt, funktionieren wir zu Sitzmöbeln um.
        Und die Arbeiter, die in den Minen seltener Erden verseucht werden, deren Boden zur Nutzung unbrauchbar wird, sind doch selbst dran schuld, dass sie dort wohnen.
        Außerdem ein gutes Mittel gegen die Überbevölkerung.

        Gefällt 4 Personen

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