Was mir etwas bedeutet

in dieser Zeit. Nicht ein Adventskranz – ich habe eh immer alle Kerzen angemacht, weil mir das sonst blöd aussieht. Auch Adventskalender sind nur Randnotizen meiner Erinnerung, wobei ich mich über die kleinen leuchtenden Bildchen schon gefreut hab.

Was mich wirklich wärmt in dieser Zeit sind die Bilder von meinem Opa, wie er im Advent begann, unter dem Vordach der Scheune mit Bedacht die Geräte zu reparieren und die Sensen zu dengeln. Der gleichförmige Rhytmus der Klopfgeräusche hat sich mir tief eingebrannt, genauso wie sein zufriedenes Gesicht und seine stete Bereitschaft, uns Kindern dabei Geschichten zu erzählen.

Das verschämte Lachen meiner Oma bei Tisch – es war Zeit bei den gemeinsamen Mahlzeiten -, wenn Opa seine Witze machte, während sie ihm leicht auf den Arm schlug mit den Worten: Du Alberjahn, jetzt is aber gut! Ich habe es geliebt, wenn sie sich so nah waren. Das glockenhelle Lachen meiner geliebten Tante, die dem wilden Kind Dinge zeigte, die man drinnen mit Befriedigung machen konnte.

Stunden zusammen mit Cousinen und Cousins in der wohligen Wärme des Stalls oder in der Hühnerdeise beim Austausch von Geheimnissen. Die Heimlichkeiten und Vorbereitungen der Erwachsenen ließen uns viel Raum, unbeobachtet zu sein.

Das ist mein Advent und ich habe versucht, diese Bedächtigkeit auch meinen Kindern zu vermitteln, ihnen viel Zeit zu widmen und Geschichten zu erzählen, auch wenn die Adventskalender erst Schokolade und später kleine Geschenke bekamen.

 

13 Gedanken zu “Was mir etwas bedeutet

  1. Das sind schöne Erinnerungen. *lächel*
    Bei uns zu Hause war es immer hektisch. Die große Familie kam zusammen und es gab IMMER Theater.
    Ich hab mich, wenn möglich, zur Mutter meines Patenonkels abgesetzt. Die wohnte gegenüber und da war es ganz anders als zu Hause.
    Selbst mit eigener Familie waren ruhige Weihnachten, dann meiner biestigen Mutter, nicht möglich.
    Den Advent und Weihnachten genießen kann ich jetzt erst das zweite Jahr.
    Jetzt sind wir zwei alleine…das Kind ist erwachsen und hat mit Weihnachten gar nichts am Hut.
    Ich mag die Ruhe, Besinnlich- und Gemütlichkeit. Kerzenlicht, Plätzchenduft…Hach. ❤

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  2. Liebe Caro, das sind ja wundervolle Erinnerungen. Ja, wir waren mit Wenigem zufrieden. Puppenstube und Kaufmannsladen wurden bei uns zu Weihnachten auch noch im Erzgebirge zu Weihnachten herausgeholt. Ich war 9 als wir dahinzogen. Der jüngste meiner Brüder ist 1 1/2 Jahre älter als ich. Ich weiß nicht, wann wir darauf verzichtet haben. Vielleicht erst, als ich mit 14 Jahren zur Erweiterten Oberschule ins Internat ging? Ich wünsch Dir eine schöne, geruhsame Zeit. Liebe Grüße Hedwig

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  3. Ich hab nie einen Adventskalender … der stört mich nur in meinem Raum … den ich brauche

    Was mir etwas bedeutet
    Zum Jahresende
    Mich mit den Menschen treffen, die mir lieb und wichtig sind und die ich im Laufe des Jahres selten sehe, weil immer alle so wenig Zeit haben

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