Frage ohne Antwort

Warum sind die Menschen aller Völker bis auf einen kleinen Prozentsatz an Nichtsnutzen, Schaumschlägern, Soziopathen völlig in Ordnung, gehen ihren Geschäften nach, wollen ihre Familien ernähren, ab und zu etwas feiern, sich ausruhen und haben dann meistens Regierungen ( auch gewählte), die zum großen Teil aus Ignoranten, Kriegstreibern, religiösen Eiferern usw. bestehen?

Liegt es womöglich daran, dass die wahren Herrscher unerkannt, nicht greifbar ihre Fäden ziehen und aus einem ausgewählten Kreis an Soziopathen bestehen, die zum einen ohne jeden Skrupel, zum anderen geniale Manipulierer sind und dazu alle nötigen Instrumente in Besitz haben? Eine gruselige Vorstellung, oder?

20 Gedanken zu “Frage ohne Antwort

  1. Interessante Frage! Komplizierte Antwort!

    Man erahnt die Struktur jener Antwort, wenn man die drei Jahrtausende menschlicher Aufzeichnungen studiert und das UNVOREINGENOMMEN, also OHNE GLAUBEN, zu jenen erschreckenden Einsichten gelangt, die erst auftauchen, wenn man die Welt vom Deckmantel idealistischer Schönfärberei entzaubert.

    Sie ist, wie die Probleme denen wir begegnen, vielfältig und tiefgründig, aber eigentlich doch so einfach.

    Der Mensch ist dem Menschen kein Bruder sondern ein Wolf, aber ein durch den Weizen domestizierter Wolf! 99,9 % dieser Spezies ist zu doof UND zu feige um zu WISSEN und flüchtete in den GLAUBEN. Da Rudel übersichtlich sein müssen um führbar zu sein, entstand immer eine Vielzahl von ihnen, man erkennt es, wenn man die Gliederungen menschlicher Gemeinschaften betrachtet. Statt Selbstverantwortung zu übernehmen glauben die Individuen an ihre, meist durch Geburt und Erziehung vorbestimmten Leitwölfe. Wer keine Verantwortung (<- das selbstständige Erdenken möglicher Lösungen) übernimmt, folgt halt Modellen die exsitieren. Es sind immer die aggressivsten Leitmodelle, die sich durchsetzten, denn Erfolg IST Reichtum, und da das dumme Individuum reich sein will, überträgt es halt die Verantwortung dem erfolgversprechendsten Anführer. Da materieller Reichtum aber immer durch Raub entsteht und das Merkmal trägt, dass Eine/r mehr als die/der Andere hat, ist jeglicher Frieden nur die Atempause, die man braucht um die Kraft zu schöpfen um das benachbarte Rudel zu versklaven um ihre Ressourcen zu plündern. Es gibt keinen Herrscher in diesem System, es gibt lediglich den Wettbewerb um die Dominanz in dieser Systematik, die immer wieder gar krasse, grausame Gestalten in Spitzenpositionen lancieren, legändere Vergangene wie die Pharaonen oder jene der Neuzeit, wie z.B. Hitler, Stalin, Mao.

    Wer denkt, politische Wahlen würden daran etwas änder, ist ein dummer Träumer! Die einzige Wahl, die etwas verändern könnte, ist die des individuellen Verzichtes auf Reichtum, eine Tatsache die schon viele Lichtgestalten wie Sokrates, Buddha, Jesus etc. predigten, unerhört.

    Natürlich wird sich das Problem menschlichen Daseins demnächst von selbst erledigt haben. Ich denke noch ein, zwei Jahrhunderte in dieser Lebensart und wir gehen den Weg der Dinos, ohne Kometeneinschlag.

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  2. Danke Caroline für diesen tiefgehenden Anstoß.
    Leider sind wir noch immer festgezurrt und fernab von u.a. freien Denken.
    Beim Lesen der Kommentare hatte ich diverse „Aha-Momente“, welche ich nur zu gut kenne…
    Das „Entzurren“, der Wunsch hinter die Kulissen zu schauen ist noch ein Prozeß, dem man Zeit geben muß.
    Ich bin der Hoffnung, daß die blöden „nassen Waschlappen“ mit der Zeit ihre „Aufgabe“ erledigen (;-)

    Die „freiere Erziehung“ nach ´68 durfte ich auch schätzen lernen, jedoch frißt die Revolution auch hier ihre Kinder.

    Wieso fällt mir jetzt auch noch Konfuzius ein, mit seinen drei Wegen/Arten des menschlichen Lernens?

    Alles Liebe,
    Raffa.

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  3. so einfach stellt es sich mir nicht dar, was man am beispiel der afd sieht, welche von nicht wenigen sogenannten ottonormalbürgern gewählt werden. in den usa sehen wir ähnliches. schau dir mal dort das wahlvolk, welches trump wählt genau an. die menschen schreien geradezu nach dem starken mann, der es für sie richtet. und dabei kommt (mal wieder) zum vorschein wie rassistisch ein großteil der „ganz normalen“ bevölkerung eigentlich ist. der nationalsozialismus wäre mit einer gesunden zivilgesellschaft nicht möglich gewesen, meine ich. und haben sich die menschen wirklich seitdem geändert? ich habe da meine zweifel.
    außerdem: was verstehst du unter einem nichtsnutz? das klingt in meinen ohren diskriminierend. wenn in demokratien soziopathen an die macht kommen, muss man sich doch fragen, wer die wählt, oder nicht? wahrscheinlich auch jene, von denen du sagst, dass sie lediglich in ruhe ihren geschäften nachgehen, ihre familien ernähren und etwas feiern wollen. wie erlärst du dir das? der 2. abschnitt deines beitrags birgt keine erklärung, sondern schiebt die verantwortung vom wähler weg ins düstere reich der verschwörungstheorien.

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    1. Die Überschrift sagt schon aus, dass nichts an der Beantwortung einfach ist. Ganz einfach jedoch sind m. E. die Grundbedürfnisse der meisten Menschen, denn genau das antworten sie, wenn man sie fragt, was ihnen wichtig ist. Umso unverständlicher das Verhalten – auch Wählerverhalten -, was in der Frage ebenfalls enthalten ist. Dass ich es mir eben nicht erklären kann, sagt ebenfalls die Überschrift aus. Die Tatsache allein, dass alles überlagert ist durch prekäre Arbeitsverhältnisse, fortgesetzte Beschleunigung des Alltags, Entwertung schwächerer Gruppen reicht als Erklärung nicht aus. Ich bin auf der Suche nach der Wurzel der Fehlentwicklungen. Das Buckeln nach oben und Treten nach unten entsteht jedoch aus sozialen Missständen heraus und fördert Spaltung. Die wiederum verhindert gemeinsamen Widerstand gegen den Status Quo.
      Nichtsnutze sind für mich all jene, die ihren Wohlstand aufbauen auf dem Ausnutzen, Kontrollieren, Denunzieren.
      Ich erkläre nichts, noch schiebe ich irgendetwas. Ganz gleich, wodurch beeinflusst, ist das Individuum als Erwachsener immer verantwortlich für seine Entscheidungen. Man kann auch unter widrigsten Umständen sich ganz bewusst für ein anständiges, moralisches Leben entscheiden. Etwas begreifen zu wollen und etwas zu entschuldigen sind zwei gänzlich unterschiedliche Dinge.
      Der von mir beschriebene Gedanke, der sich mir beim Überlegen, wem dies alles nütze, aufdrängte, steht gleichberechtigt neben allen anderen Gedanken zur Thematik und braucht keinen Stempel.
      Die Idee möglicher Zwangshypotheken wurde vor einem Jahr auch noch als Verschwörungstheorie abgetan. Ich nehm`s daher eher gelassen.

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      1. du willst also keine erklärung?
        ich hätte da schon eine erklärung: es geht hier nicht um eine entwicklung, sondern eigenschaften, welche dem menschen immanent gegeben sind, nicht erst seit gestern. der mensch ist eine sehr ambivalente figur. neben sehr viel positivem ansinnen gehören leider schon immer solche negativen eigenschaften wie „das nach oben buckeln und nach unten treten“. offenbar stellte es sich in der evolution als günstig heraus, sich derart zu verhalten. die masse der menschen hinkt den neuzeitlichen ethischen und geistigen errungenschaften weit hinterher. das zeitalter der aufklärung schaffte bisher leider nicht die mündigkeit der bürger, die man sich erhoffte. zu viele repressive kräfte sind generationenübergreifend am werke. die motive sind oft ganz einfach zu benennen: es geht um selbstgefälligkeit, macht und geld. in ein solches weltbild passen nur klare hierarchien und das recht des stärkeren, nicht aber toleranz, gleichberechigung und demut. feindbilder sind schnell konstruiert, und die menschen fallen mal wieder darauf herein, weil, wie sie nicht über den eigenen tellerrand blicken können/wollen. die rattenfänger haben heute wie gestern leichtes spiel. dass die kräfte der vernunft dann doch nach einer zeit von terror und krieg obsiegen, liegt daran, dass die menschen irgendwann müde sind, und weil der angezettelte wahnsinn letztlich selbstzerstörerisch ist. aber nun ein paar generationen später will man von den lehren der geschichte nichts mehr wissen und bedient eifrig alte und neue feindbilder… die weltweite armutsmigration liefert jede menge zündstoff, dazu die kaum noch zu bremsende zerstörung der biosphäre… zum verhängnis werden uns nicht ein paar soziopathen, nichtsnutze (wie du sie nennst) und wahsinnige – wir sind es selbst, die bei der zerstörung unseres lebensraums mitwirken, zusehen oder wegschauen und jene kräfte willentlich oder unwillentlich unterstützen, welche aus kapitalistischen oder anderen machtinteressen den untergang der menschheit einläuten. wir alle tragen die verantwortung.
        was verstehst du unter einem moralischen, anständigen leben? regelmäßig in die kirche gehen? gesetzestreu leben? weihnachten feiern? brav machen, was die gesellschaft von einem erwartet? heiraten, kinder kriegen, häusle bauen?

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      2. Ist das eine spezielle Übung, falsch zu lesen?
        Ich habe keine Erklärung ist nicht gleichbedeutend mit Ich will keine Erklärung. Ich will viele Gedanken dazu.
        Dass jeder Einzelne die Verantwortung trägt, schrieb ich ja bereits.
        Wie kommst du auf das schmale Brett, hinter meiner Vorstellung eines anständigen Lebens solch absurde, banale Dinge zu vermuten?
        Meine Ausgestaltung eines anständigen Lebens: Widerstand von Anfang an mit allen Konsequenzen – alles hinterfragen – mich nicht abhängig machen, nicht korrumpieren zu lassen – möglichst wenig bewussten Konsum – eigener Anbau – regionaler Einkauf – Hilfe allen, die Hilfe brauchen – kostenlose Nachhilfe für Bedürftige – verschenken statt verkaufen dessen, was ich nicht brauche –
        Ich lehne die Institutionen ab, die Glauben verwalten wollen, ebenso viele Gesetze und Verordnungen, setze mich auch durchaus darüber hinweg, und Weihnachten als erzwungene Familienzusammenkunft gibt es bei uns auch nicht. Gegen heiraten und Kinder kriegen ist nichts einzuwenden, es kommt auf die Beweggründe an. Ich habe fünf Kinder – zwei sind adoptiert -, und ich habe sie frei und zu selbst denkenden, verantwortungsbewussten Menschen „erzogen“ durch Vorleben/Bewusstmachung. Vor Jahren habe ich mit einigen anderen ein Café gegründet, in dem benachteiligte Jugendliche eine Lehre machen können – ohne mich dafür bezahlen zu lassen. Und ich habe überwiegend Lebensentscheidungen getroffen, die entgegen den Erwartungen dieser Gesellschaft waren, weil ich genau dieses asoziale System von Zins und Zinseszins, Geldwetten, Profitmaximierung und einschränkenden Normen ablehne.
        Ich frage mich echt, was dich getriggert hat.

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  4. Was den kleinen Prozentsatz angeht, hege ich Zweifel
    Du sprichst von den offensichtlich „Asozialen“
    Jedoch sehe ich oft Menschen, die sehen echt gut aus, ganz „normal“, gut gekleidet … verhalten sich aber äußerst asozial
    Ignoranz … wer wählt denn die Parteien ?
    Wer liest denn die Bild Zeitung ?
    Wer guckt denn Big Brother ?
    Es ist immer leicht, irgendwem die Schuld zuzuschieben
    Siehe das Thema Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe
    Auch hier im Blog
    Da erzählen Menschen von sich, die wirklich Sch… Probleme haben
    Und alle haben sie schöne Worte
    Aber wer rückt mal was raus aus der eigenen Tasche ?
    Wer macht sich mal auf und versucht, praktisch zu helfen ?
    Schein und Sein
    Gutmenschen, die nicht weiter gucken als bis zu sich selbst und vielleicht grad noch ihrer eigenen Familie und zwei, drei ausgesuchten „guten Freunden“
    Ökologisten, die auf ihrem politisch korrekten Fahrrad den Bürgersteig lang brettern ohne Rücksicht auf Verluste
    etcpp ….
    Es gibt keine Statistiken
    Niemand kann beurteilen, wer ein „guter“ oder „nicht so guter“ Mensch ist
    Aber wäre das Volk so toll, sähe es anders aus auf diesem Planeten
    Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin

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      1. Aber so extrem nicht in allen Zeiten. Erst seit das Geld als höchster Wert angesehen wird. Das muss man infrage stellen.
        Hinzu kommt die gelenkte Spaltung der Bevölkerungsgruppen, die jeden außerhalb des eigenen Kreises zum Feind werden lässt, der einem etwas wegnehmen will.
        Ich verstehe nicht, warum das funktioniert hat.

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      2. Ich wollte das mehr weltüberspannend betrachten. Aber selbst auf diese Region bezogen möchte ich drei Beispiele anführen, von denen eines sehr subjektiv eingefärbt ist.
        Von 1150 bis 1450 existierte das Goldene Mittelalter, das durch Umtauschgeld und Abschaffung der Zinsen begann. Nach 1450 erst begann das dunkle Mittelalter, übrigens durch die Wiedereinführung der Zinsen und umtauschloses Geld, das durch wenige machtbesessene Kaufleute erzwungen wurde. Genau dieses Thema bewirkt wohl, dass diese Phase – auch in Schulbüchern, weitgehend verschwiegen wird. Ich bin darauf gestoßen, als ich nach Argumenten für meine eher laienhafte, wenngleich logische – Ablehnung von Zins und Zinseszins suchte.
        Das nächste war die Zeit zwischen 1968 bis weit in die Siebziger. Zu jener Zeit waren wir auf dem Weg zu sozialem Miteinander, Zusammenwachsen der Menschen, Abschaffung der Grenzen zwischen den Schichten und Beschränkung der Geldsysteme – bis auch hier wieder Ideologen übernahmen und die unsägliche RAF für 16 Jahre Kohl sorgte. Angst war schon immer ein gutes Mittel, die Daumenschrauben „freiwillig“ wieder anziehen zu lassen.
        Und für mich nicht zuletzt meine Kindheit auf einem Dorf, in dem nicht nur jeder für jeden da war, sondern auch die Türen für jeden Fremden offen standen und jedes Jahr im Sommer die Zigeuner ihr Lager aufschlagen durften, respektiert wurden und es vielleicht genau deshalb nie zu einem Diebstahl kam. Im Nachbardorf meiner Tante war es auch nicht anders. Weiter konnte ich in diesem Alter noch nicht blicken, doch das hat mich geprägt.

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    1. Der letzte Satz ist mein Hauptpunkt. Und auch, dass viele dieser Regierungen gewählt wurden. ich hatte gehofft, dass genau diese Themen aufkommen. Allerdings hängt das Ergebnis einer Wahl so oft von kurzfristigen Ereignissen ab, von denen mir viele gelenkt erscheinen. Was ist nur nach Plan geschickt manipuliert? Welche Rolle spielt die Schulbildung, die weit weg vom eigenständigen Denken ist und fast nur noch auf Reproduktion beruht? Wieviel Sanktion ab der Grundschule genügt, um den Willen dazu abzutöten?

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