#wordchangworldKlimawandelmeinestadtNaturschutzUmweltschutz

nach einer Idee von Robert von wiccasecret. Hier meine Gedanken dazu:

Durch meine bloße Existenz und deren Grundbedürfnisse schade ich der Erde, der Natur bzw. füge ich ihr Schaden zu. Auf der anderen Seite bin ich auch Teil der Natur. Allein dadurch ist für mich persönlich schon eine Grundverantwortung und der Antrieb vorhanden, ein gewisses Gleichgewicht zu halten, so wenig Schaden wie möglich anzurichten.

Ich bin weder ein Mensch der völligen Askese noch jemand, der Ideologien anhängt. Nur mein eigenes Gewissen leitet mich.  Da ich durchaus der Meinung bin, dass auch mir ein gewisser Genuss zusteht, muss ich jeweils abwägen, wie ich dieses Gleichgewicht halten kann. Hierzu nutze ich Verstand/Selbstkritik und versuche, mich nicht dauerhaft manipulieren zu lassen, von keiner Seite.

Mein Weg ist folgender:

In meinem Garten ziehe ich möglichst viele Pflanzen selbst und verarbeite sie. Pflücksalat im Blumenkasten geht auch auf dem Balkon. Hierzu zählen Obst, Gemüse, Salat, Tomaten, Erdbeeren, Walderdbeeren, Kräuter, Kürbisse, Gurken, verschiedene Heilpflanzen. Aus letzteren stelle ich Öle und Cremes her, die ich auch verschenke – mit Rezept. Einige machen es mir schon nach. Was für uns zuviel ist, verschenke ich. Auch das soziale Gewissen ist wichtig für das Gleichgewicht. Ich verschenke ebenso Kleidung und Haushaltsgegenstände und Geräte, die ich nicht mehr benötige.

Ich dusche höchstens zweimal in der Woche, auch meine Haare müssen nicht öfter gewaschen werden.  Den Körper kann man auch einfach gründlich waschen. Meine Kinder wurden auch nicht ständig gebadet und schon gar nicht eingecremt (außer Sonnencreme), das eine laugt die Haut aus, das andere verwöhnt die Haut und sie verlernt das Rückfetten. Ich brauche bis heute meinen Körper nicht einzucremen – außer in der Sonne – für eine zarte Haut.  Zusätzliche Pflegeprodukte bekommt mein Haar nur beim Friseur alle zwei Monate, weil ich das genieße und es gut riecht. Es glänzt trotzdem, ist dick und stark und noch nicht grau bis auf zwei dünne weiße Strähnchen, die regelmäßig etwas Tönungsschaum abbekommen. Das wirkt auch überzeugend.

Ich spare Strom, indem ich kaum elektrische Haushaltsgeräte benutze, vieles lieber mit der Hand rühre, knete, schneide usw. Den vorhandenen Trockner nutze ich nur im Notfall. Bei uns wird auch eher repariert als neu gekauft. Solange die Stromerzeugung nicht vollkommen über Sonne, Wind und Wasser erfolgt, es keine Entsorgungsmöglichkeiten für die Akkus gibt und für diese Akkus bzw. deren Inhaltsstoffe andere Menschen und Länder verseucht werden, werde ich kein Elektroauto kaufen. Dieser ganze medial gepushte Hype dient nur der Verstärkung des Konsums und als Alibi für Atom- oder Kohlekraftwerke. Ohnehin warte ich auf den Wasserstoffmotor.

Mein Auto ist alt und wird gefahren, bis es unter mir zusammenbricht, denn die Herstellung eines neuen hat eine ungleich schlechtere Umweltbilanz. Es ist leistungsstark, denn ich fahre gerne. Aber auch hierbei beschränke ich mich meist auf absolut notwendige Fahrten. Nur manchmal mache ich ganz allein für mich eine Spritztour mit lauter Musik. Ich mag Ferrari und Pickups, würde aber niemals einen kaufen, da ich das für mich als unverantwortlich erachte unter meinen derzeitigen Lebensumständen. Doch halte ich niemanden, der das tut, für den Teufel. Aber ich halte es für wichtig, für ein höheres Ziel auch mal Verzicht zu üben.

Wenn ich im Winter zukaufen muss, kaufe ich möglichst regional. Entweder hier oder direkt vom Bauern in Tirol.

Was mich nervt, weil es heuchlerisch und verlogen ist, sind diese vielen aggressiv mssionarischen Typen, die Fleischesser oder Autofahrer, Zucker- oder Fette undifferenziert verdammen, dabei aber entweder ständig durch die Welt jetten, ihr Superfood aus aller Welt ankarren lassen ungeachtet der Umweltschäden, die dadurch entstehen, täglich mehrmals duschen, völlig unkritisch Kosmetika mit Plastikkugeln benutzen usw. In meiner Welt darf jeder seine eigenen Vorlieben nachgehen, sollte jedoch über die Konsequenzen seines Handelns nachdenken. Dazu muss man sich informieren. Vieles geschieht auch aus Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit, da kann man ruhig ein wenig nachsichtig sein und einfach versuchen, zu überzeugen. Anderes wiederum, und das muss man auch bedenken, geschieht aus Geldnot. Familien, die kaum über die Runden kommen, kann man nicht dafür anklagen, dass sie Billigfleisch und Billigklamotten kaufen. Auch deren Kinder sollen anständig gekleidet sein, um nicht von anderen gehänselt zu werden. Dem wäre am besten abzuhelfen mit anständiger Bezahlung.

Ich habe unseren Fleischkonsum durch Kreativität drastisch reduziert, kaufe keine Fertigprodukte, koche mit meinen Schülern, bewirtschafte mit ihnen einen Schulacker, versuche ihr Bewusstsein zu schärfen ohne zu verteufeln, schon gar nicht den Genuss. Auf diese Weise habe ich das selber Kochen in viele Familien zurückgebracht. Und meine längst erwachsenen Kinder folgen meinem Beispiel. Der Schule kommt eine besondere Bedeutung zu. Es muss aufhören, die Kinder zu reproduzierenden, unkritischen Konsumenten zu erziehen. Ich versuche, hier entschieden gegenzusteuern, wie ich es auch bei meinen eigenen Kindern getan habe.

Wir fliegen ganz selten, z.B. um unsere Kinder in Neuseeland zu sehen, (vielleicht alle drei Jahre einmal) oder nach Sizilien, weil wir nicht genug Zeit hatten, um die Strecke zu fahren. Freie Zeit verbringe ich mit Vorliebe in unserer Wohnung in Tirol und von dortaus mit Stippvisiten nach Italien.

Ich glaube, die bewusste Mischung macht`s, so wie überall.

 

 

 

 

 

 

7 Gedanken zu “#wordchangworldKlimawandelmeinestadtNaturschutzUmweltschutz

  1. Misch-Kalkulation
    Mein Mittags im Büro Snack kommt fertig gekauft von Edeka
    Das is nich ideal, aber das gönn ich mir
    Seit ich alleine leb, hab ich keinen Bock zu kochen
    Hauptmahlzeit besteht seiz Jahren aus Joghurt, Obst , Nüssen, Körnern und Flocken
    Damit mach ich das wieder gut 😉
    Lebensmittel und Pflegeprodukte kauf ich meist natürlich und Bio
    … ohne mich da groß drüber zu echauffieren, dass Bio auch nicht immer Bio ist usw …
    Ansonsten leb ich alles im allem eher bescheiden
    Ich kauf mir was , tu mir was Gutes, wenn mir danach ist
    Dann kann ich mich aber so darüber freuen, dass ich schätze … so oft kauf ich mir nix
    Schon allein deshalb, weil ich nicht gerne einlaufen geh
    Technik Krams und so was eh nur , wenn das Alte gar nicht mehr geht
    Mein Oppa hat alles mit Leukoplast geflickt, ich hab Isolierband
    Auto hab ich nicht, in der Stadt brauch ich das nicht
    Und dann war da noch dieser Mensch – mit dem ich inzwischen keinen Kontakt mehr hab – der mir alle drei Wochen vorhielt, ich wäre ein Heuchler wenn ich von Umwelt Bewusstsein spreche, aber nach Rhodos in Urlaub fliege
    So was find ich total Quatsch
    Mir einmal im Jahr einen Urlaub zu gönnen, wie er mir gefällt , das kommt meiner Umwelt nur zu Gute
    Meine Umwelt sind nämlich auch meine Mitmenschen und glückliche Menschen sind besser für ihre Umwelt
    Misch- Kalkulation
    Mich nicht kasteien
    Das ist die andere Seite der gleichen Medaille

    Gefällt 1 Person

  2. Jeder auf seine / ihre Weise.

    Selbst freue ich mich, recht fit zu sein und gehe gern zu Fuß oder fahre mit dem Rad. Wir wohnen mitten in der Stadt, das geht gut. Seit gut einem Jahr gibt es wieder ein sehr kleines Auto, für Einkäufe, Fernreisen und auch für den Arbeitsweg. Mehrere Jahre bin ich fast ausschließlich Rad gefahren, allerdings nehme ich gefühlt meinen halben Hausrat mit plus Einkäufe nach Feierabend, das ist mir doch ein wenig zu viel geworden.

    Geflogen bin ich noch nie, außer aus Kneipen und Arbeitsverhältnissen 😉 Hat `n Grund, dass ich keine Flügel habe … außerdem ist mir bange mit den Fliegern …

    Unser Zeug ver-brauchen wir und scheren uns nicht an der Mode oder an den suggerierten Konsumzwängen. Ebenso wird regelmäßig selbst gekocht, meist von mir, viel Gemüse, Tofu-Variationen – eine meist gute Mischung aus Eiweiß (pflanzlich überwiegend), Gemüse und Kohlenhydrate. So genanntes rotes Fleisch, also Rind und Schwein esse ich nicht, wenn überhaupt, dann nur aus Höflichkeit, wenn wir eingeladen sind. Manchmal Fisch, Geflügel selten, und wenn, dann nur von draußen-rumlauf-Hühnern 😉 … ausschlaggebend für meinen überwiegenden Fleischverzicht waren zunächst massive gesundheitliche Probleme mit den Gelenken, erst später, aber immer mehr wird mir klar, was wir der Schöpfung antun, mit unserer Fleisch-Fresserei aus der Massentierhaltung.

    Inspiriert wurde ich vor vielen Jahren von einem Seminar der VHS in Sachen chinesischer Küche, ich war begeistert von deren Einfachheit und bereite bis heute die meisten Speisen im Wok zu, was die Saison her gibt, und achte darauf, dass das Zeug nicht vom anderen Ende der Welt zu uns kommt.

    Niemand kann sich den zahlreichen Sachzwängen des Lebens wirklich konsequent entziehen – auch ich habe keinen Anspruch auf Perfektion. Hinschauen kann dagegen jeder – und sich vor Bigotterie hüten, was das Tun des Nächsten angeht.

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja die Sachzwänge. Für meine Mutter kaufe ich sehr wohl kleine Plastikflaschen mit Wasser, denn Glasflaschen kann sie gar nicht mehr halten. Und auch die Gefrierdosen für ihre Mahlzeiten, die ich selber koche, sind in Plastikbehältern. Dafür trinke ich Wasser aus der Leitung, wenn ich denn so etwas trinke. Als Bewohner eines kleinen Dorfes, wo nur zweimal am Tag der Schulbus fährt und die nächste Kleinstadt mit Bahn 15 km entfernt ist, geht es auch nicht ohne Auto.

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