Kutzen

In meinem nordhessischen Dorf, dort wo ich die glücklichsten Jahre der Kindheit verbrachte, nennt man ein unartiges, widerspenstiges Kind „Kutzen“. Ihr werdet mir sicher glauben, wenn ich berichte, dass ich sehr oft so genannt wurde. Häufig allerdings durchaus liebevoll ermahnend und manchmal auch von einem offenen Lachen begleitet.

Es gibt aber noch eine weitere Bedeutung. So wird auch ein total verworrener Haarknoten Kutzen genannt. Immer wieder witzig finde ich, dass noch heute jedes Mal, wenn ich einen Widerstand gegen etwas verspüre, sich in meinem Nacken ein nur schwer entwirrbares Knäuel aus Haaren bildet. Weniger witzig ist es, dieses wieder zu entknoten.

So erschließt sich eindeutig die Doppelbedeutung dieses Ausdrucks.

Ein Gedanke zu “Kutzen

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