Ein alter Spiegel zur Nacht — Raffa´s Welt

Manchmal habe ich so eine Befürchtung oder Ahnung, daß es die alten Spiegel sind, die es vermögen, uns etwas mitzuteilen, was wir dann eher in uns aufnehmen – oder wo wir es erlauben, daß wir darüber sinnieren… komische Zeiten derzeit! Darum darf es etwas aus dem 18ten-Jahrhundert sein, was uns vielleicht erhellen kann und das […]

über Ein alter Spiegel zur Nacht — Raffa´s Welt

5 Gedanken zu “Ein alter Spiegel zur Nacht — Raffa´s Welt

  1. Das empfinde ich beim Lesen etwas anders. Als Freund der Fabeln sehe ich auch zu heutigen Personen starke Parallelen, was ich eher bedrohlich finde. Bei mir erweckt der Text auch nicht den Anschein der Lächerlichkeit, sondern der Verzweiflung des Dichters. In meinem direkten Kommentar lehne ich beides ab, sowohl diese Handelnden im steten Eigeninteresse als auch jede Form von Alleinherrscher. Ich wünschte mir unabhängige, nur dem Wähler verantwortliche Volksvertreter. Die wahren Herrscher sind jedoch m. E. ein paar wenige der vermögendsten Finanzgrößen, deren Namen wir nicht einmal kennen. Diesen gilt nur Profitmaximierung, der Mammon etwas. Und Geld hat weder Gewissen noch Moral.
    Nichts desto trotz bin ich bzgl. der möglichst sachlichen Auseinandersetzung ganz deiner Meinung. Schwierig wird diese durch die Tatsache, dass man in der Regl keine konkreten Auskünfte zu hören bekommt, sondern leere Phrasen. Wirklich verändern kann nur eine geeinte Gesellschaft etwas, die sich nicht mehr polarisieren lässt oder jeder für sich im Kleinen. Ganz arg bedaure ich, dass selbst gute Absichten sich oft durch die Abhängigkeiten in Luft auflösen und die negative Entwicklung vieler, sobald sie im politischen System (gefangen?) sind durch Posten und Pöstchen.

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    1. Niemand kommt um den Fakt herum, dass Geld ein scheues Reh ist. Einmal zu laut gerufen, ist es weg. Den Herrschenden, oder besser, diejenigen, die zumindest offiziell von uns dazu berufen sind, wissen das. Ebenso wissen sie, dass innerer Frieden unmittelbar mit ausreichend Arbeitsplätzen zu tun hat. Die wiederum vom Geld abhängen.

      So wie niemand eine Insel ist. Manches funktioniert im ganz kleinen Kreis, Stichwort Regionalwährungen. Das sind leider Modelle, die der Masse nicht weiter helfen. 80 Millionen Menschen sind kein Dorf … auch hier in der Stadt gibt es einige sehr gute Projekte, von denen keines ohne Staatliche Mittel oder Sponsoring der Wirtschaft auskommt. Spätestens dort, wo Immobilien oder Fahrzeuge unterhalten werden müssen, ist schnell Schluss mit Idealismus.

      Was nicht heißt, dem Geld alles zu erlauben. Hochspekulative Finanzgeschäfte gehören ebenso verboten wie Wetten auf potentielle Pleiten. Auswüchse – wie die Arbeitnehmer-Überlassungsgesetze, Stichworte Leiharbeit und Werksverträge – gehören dito verboten. Als perversen Auswuchs des Systems betrachte ich ebenso die Praxis, Menschen, die von Alg2 leben müssen, also eh schon auf das so genannte Existenzminimum gesetzt sind, auch davon noch Geld über Sanktionen zu kürzen.

      Es geht um ein Arrangement, welches einerseits die Interessen des Kapitales berücksichtigt, aber zugleich auch menschlich dabei bleibt. Klingt unvereinbar, ich weiß, sollte aber machbar sein.

      Das wichtigste sind allerdings aufgeklärte, verantwortungsbewusste Menschen. Die fallen nicht vom Himmel …

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      1. Mit ändern im kleinen Kreis meinte ich Verhaltensänderungen und Vorbild sein innerhalb des eigenen Umfeldes. Das kommt dann schon , wenngleich langsam, der Gesellschaft zugute.
        Es spricht auch nichts dagegen, Geld zu verdienen, selbst viel Geld zu verdienen, aber in meinen Augen gegen permanente Wachstumserwartungen und Profitmaximierung als höchstes Ziel.
        Es gibt ja durchaus ein paar wenige Fabrikannten und Geschäftsmänner, denen es genügt, normale Gewinne zu machen und die dabei sozial bleiben. In den Jahren, in denen ich eine Bauträgergesellschaft hatte, habe ich sowohl darauf egachtet, dass dieKunden anständige Häuser erhielten als auch dass die Handwerker ohne Abzug bezahlt wurden. Auch habe ich angebotene Grundstücke abgelehnt, die in einem m.E. wichtigen Grüngürtel lagen als auch solche, deren Bebauung eine an sich unmögliche neue Straße nötig gemacht. Wir haben damals trotzdem genug verdient. hätten. Natürlich gehört dazu Verantwortungsbewusstsein. Da man in Zeiten von America first (kann beliebig ausgetauscht werden) und in Zeiten der Globalisierung nicht erwarten kann, dass ausländischen Investoren sich für das Wohl inländischer Bevölkerung interessieren, müssen Gesetze ohne jegliche Schlupflöcher erstellt werden. Das jedoch bleibt bisher aus.
        Was die asozialen Bestimmungen bzgl. der Sozialleistungen betrifft, sind wir wohl einer Meinung.

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  2. So wird dem nächsten starken Mann der Boden bereitet. Schiller wird bemüht, die Herrschenden lächerlich zu machen. Besser, man setzt sich mit ihnen sachlich auseinander, auf
    dass sie abwägen lernen zwischen Kommerz und Menschlichkeit.

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