Die dunkle Seite

Kürzlich fragte ananda: Was macht dir Angst? Da ich – aufgrund meiner Biografie – auf der bewussten Seite meines Lebens ziemlich frei von Ängsten bin – abgesehen mal von zeitweiligen realitätsfernen Panikattacken – musste ich darüber erst einmal gründlich nachdenken. Habe ich Angst vor Einbrechern? Nö, meine Tür steht fast immer offen. Jedoch ist mir – wenn ich zu wählen hätte – jeder Taschendieb und normale Dieb lieber als psychotische, schlimmstenfalls hochintelligente, denen es nicht um ein bisschen Geld und Schmuck geht, sondern darum, sich an der blanken Angst ihrer Opfer hochzuziehen. Die find ich unheimlich, wirklich gefährlich und ekelhaft.

Aber es gibt Entwicklungen, die mich wirklich, wirklich erschrecken und mit großer Sorge erfüllen, weil ich den Dreck dahinter förmlich riechen kann. Eine davon versuche ich mal, durch einen Dialog eindringlich zu schildern:

  • Stell dir vor, Forscher sind jetzt ein ganzes Stück weiter gekommen bei der Enträtselung und Kontrolle des Alterns. Sie haben im Blut von Kindern und Jugendlichen wertvolle Stoffe dagegen entdeckt.
  • Wie furchtbar. Es wird immer schlimmer.
  • Was bist du denn so negativ heute? Das ist doch etwas Gutes.
  • Ich bin heut absolut überempfindlich. Der Film, der da bei mir abläuft, ist einfach schrecklich. So etwas weckt Begehrlichkeiten, die Folgen haben werden. Ganze Generationen von Kindern wurden schon bis jetzt seelisch zerstört.
  • Erklär mir das. Was ist passiert? Du siehst auch ganz blass aus. War was in der Schule?
  • Ja. In der großen Pause kamen Polizisten ins Lehrerzimmer. Es wurde doch vor Kurzem ein großer Kinderporno-Ring ausgehoben. Sie zeigten uns Unmengen von Fotos mit geschminkten Kindern in unnatürlichen Posen, die sie noch nicht identifizieren konnten. Nun sollten wir schauen, ob wir vielleicht einen dieser jungen Menschen erkennen, der mal bei uns in der Schule war. Das war einfach nur furchtbar. Sehr wichtig, aber furchtbar. Sie werden noch öfter kommen mit immer neuen Fotos, Unmengen an Fotos, Unmengen an Kindern! Dieser ganze Sumpf macht mich fertig und er ist überall unter unseren Füßen. Aber richtig bewusst wird einem das erst in solchen Situationen. Wir verdrängen zu viel und schauen zu wenig hin.
  • Aber dafür bist du doch nicht verantwortlich. Da können wir doch nichts tun weiter. So etwas gibt es eben auch. Wir können nur unsere eigenen Kinder schützen.
  • Ich will aber etwas tun und alle, die noch gesund in Kopf und Herzen sind, müssen etwas tun. Denn eins ist mir klar geworden – ich recherchier hier schon seit Stunden – das gibt es nicht auch, das gibt es flächendeckend immer mehr. In den Kirchen, in Sportvereinen, in geheimen Zirkeln, im privaten Bereich, bei Kinderstars, in Internaten, in Heimen und nicht zuletzt im Internet. Und scheinbar fühlen sich die meisten auch noch berechtigt, so etwas zu tun. Besonders in prominenten Kreisen. Sie zahlen ja dafür. Keines dieser gequälten Kinder geht da gesund raus. Das macht mich irre. Wenn man dann noch liest, wie viele plötzlich Verstorbene und tödlich Verunfallte es gibt, die das öffentlich anprangern wollten, wird einem erst bewusst, welche Kreise das schon gezogen hat. Wir können nicht nur unsere Kinder schützen, sie überwachen und einsperren, wir müssen für alle etwas erreichen. Das verdirbt die ganze Gesellschaft, ganze Generationen.
  • Oh, wenn du das so sagst, ist das schon bedrohlich. Mann und wir regen uns auf über Kinderehen in anderen Ländern. Also nicht, dass das weniger schlimm für die Betroffenen wäre. Auf der anderen Seite werden die Kinderrechte gesetzlich verstärkt,offiziell jedenfalls. Meinst du wirklich, es öffentlich zu machen, würde etwas bringen?
  • Es wäre ein erster wichtiger Schritt. Und wir müssen widersprechen. Jedem Artikel, der uns unterjubeln will, Sex mit Kindern sei ganz natürlich, von stillem Einvernehmen und naturgegebenem, gegenseitigem Lustgewinn sprechen. Ähnliches liest  und hört man vermehrt. Als wolle man die Wahrnehmung umdrehen. Es ist so zum Kotzen. Und man sollte all jene psychologisch überprüfen, die man mit Kindern arbeiten lässt. Einige scheinen bestimmte Berufe zu wählen, weil sie entsprechende Vorlieben haben. Darunter leiden müssen auch diejenigen, die wirklich nur das Kindeswohl im Auge haben, sich aufopfern in ihrem Beruf.
  • Woher kommt das nur alles? Also allein dieses Bedürfnis? Ich kann das gar nicht nachvollziehen. Dachte immer, es gibt nur so ein paar Gestörte, wie es die immer gegeben hat. Du machst mir echt Angst. Meinst du nicht, dass du an einigen Stellen etwas übertreibst? Würd ich mir grad echt wünschen. Wenn du dich seit Stunden damit beschäftigst, kriegst du vielleicht nen Tunnelblick.
  • Das ist schon möglich. Aber mal ehrlich, wenn nur die Hälfte davon stimmt, ist es dann nur noch halb so schlimm? Ich sehe Länder übergreifend Ursachen. Übrigens – was man so hört, dass das alles in den USA alles viel schlimmer sei, es viel mehr solcher Fälle und satanische Ideologien, geheime Verbindungen gebe als bei uns, ist an Dummheit nicht zu überbieten. Bei so enorm höheren Einwohnerzahlen sind natürlich auch diese Vorfälle häufiger!  Die Menschen sind in ständigem Konkurrenzkampf, werden immer ichbezogener, fühlen sich zunehmend unterdrückt, ohne Kontrolle. Bei den Oberen gipfelt das in dem Bewusstsein, gottgleich und unantastbar zu sein. Sex war schon immer auch ein Mittel, Macht auszuüben, selber zu unterdrücken und Druck nach unten an Schwächere abzugeben. Durch ihre soziale und emotionale Abhängigkeit eignen sich Kinder dazu am besten. Teilweise scheint auch der Gedanke, sich speziell an jungfräulichen Mädchen zu vergreifen, um sich selber zu erneuern, zu verjüngen, vorzuherrschen.
  • Das klingt eigentlich alles logisch nachvollziehbar. Eigentlich will ich gar nichts mehr hören. Oh Scheiße, ich ahne Schreckliches. Trotzdem frag ich dich jetzt: Was hat das mit diesen Forschungen zu tun?
  • Sie verändern das Bild von Kindern immer weiter hin zum Objekt. Schon jetzt werden Kinder gezeugt, die als Ersatzteillager für kranke Geschwister herhalten müssen. Da Geld als höchster Wert fast durchgehend anerkannt wird, werden Menschen, die nichts besitzen, nichts produzieren können, als minderwertig, wertlos angesehen. Eine Wert können sie nur dadurch erreichen, dass sie einen Nutzen für die überbewerteten Vermögenden darstellen, ihnen Gesundheit und Verjüngerung, Erneuerung bringen können – auch hier als Objekt. Wer sich im Geheimen ein Organ kaufen kann, wird wohl eher das eines jungen Menschen haben wollen als das eines Älteren. Auch hier existiert ein großer Schwarzmarkt. Wo es herkommt aus der Masse der Wertlosen ist bedeutunglos, denn man ist schließlich selbst unverzichtbar für die Menschheit, den Profit.  Nun also auch noch das Blut der Kinder und Jugendlichen. Regelmäßige Infusionen werden nötig sein, also werden Vorräte benötigt. Da kann man sich nicht immer zufrieden geben mit dem Abzapfen kleiner Mengen. So sehe ich die Zukunft und deshalb will ich eine Umkehr. Wir sind alle eins und so sind in meiner Welt auch alle Kinder unsere Kinder, die ohne Einschränkung zu schützen sind.

 

 

Ich habe eine Weile gebraucht für diesen Beitrag, weil mich das Alles völlig fertig macht.

Hände weg von unseren Kindern – allen Kindern dieser Erde!

14 Gedanken zu “Die dunkle Seite

  1. Das kommt mir so bekannt vor – erst neulich hatten auch wir an der Schule mal wieder diese Bilder zur Durchsicht und wieder wurde mir speiübel vor Wut und Hilflosigkeit diesen hilflosen Würmchen gegenüber….. danke für den Beitrag, man kann dieses Thema gar nicht oft genug angehen!

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  2. Ich … hab grad auch Schwierigkeiten zu schreiben …
    Die Zahlen, die alleine in den ganz offiziellen Statistiken stehen …
    Das glaubt man nicht

    So richtig sensibilisiert wird man ja auch, wenn man mit Opfern zu tun hat …
    Dann gehste nur noch durch die Straßen und guckst dir die Menschen an …
    Irgendwer muss es ja sein, der das macht …
    Und bei den Zahlen laufen die haufenweise rum in unserem täglichen Leben

    Das mit den Fotos … Weia …
    Bin grad dankbar, dass ich mir das nicht angucken muss

    Gefällt 6 Personen

    1. Danke. Es geht mir um Sensibilisierung – auch um Bildung von Verknüpfungen, um Folgen zu sehen, bevor sie unumkehrbar sind. All das, was uns „kommuniziert“ wird, auch das was weggelassen wird, die Wortwahl, hat einen Grund und den will ich kennen oder wenigstens erahnen. Und wenn ich rieche, dass etwas in Unordnung, im Ungleichgewicht ist, habe ich mich selten geirrt.
      So wie auf einem großen Fest, als ich einen eigentlich ganz normalen herzlichen Augenblick sah, als ein Großvater die gerade volljährig gewordene Enkelin umarmte und mir sofort übel wurde. Auch da stimmte das, was nicht stimmen sollte.

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  3. Ein „Gefällt mir“ geht in diesem haarsträubenden Falle nicht, das ist klar, aber hier ein Zeichen, dass ich es gelesen habe! Und kleine Mädchen in Dessous im Unterricht hatte und viel mehr, und gelernt in jahrelangen Therapien, mit den dunkelsten Dingen zu leben, und versuchen zu verhindern…

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