Lebensregeln

Mein Vater sagte oft: „Ich kann von anderen nur das verlangen, was ich auch selbst zu leisten in der Lage und bereit bin.“ Das finde ich absolut richtig und versuche danach zu leben.

Allerdings gilt das nicht im Umkehrschluss – und hier irrte mein Vater. Ich kann von anderen nicht alles verlangen, was ich zu tun bereit und wozu ich in der Lage bin. Nicht jeder hat die gleiche starke Konstitution, die gleichen Nerven, die gleiche Willenskraft. Das sind Eigenschaften, die man sich nicht selber macht.

19 Gedanken zu “Lebensregeln

  1. Ich hielt diese Aussage auch immer für wichtig und richtig. Erlebte dadurch aber auch massive Enttäuschungen, eben weil andere das nicht leisten und bringen.
    Viel einfacher ist es geworden, seitdem ich von anderen gar nichts mehr erwarte und/oder verlange.

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  2. Das stimmt schon, ich kann von anderen nicht alles verlangen, wozu ich selbst bereit und in der Lage bin. Sollte ich es dennoch tun, oder besser, sollte ich mir wünschen, mein Gegenüber könnte dieses oder jenes, so bin ich in der Lage, es vorzuleben, zu zeigen, wie es geht. Das macht mich unabhängig vom Ergebnis wenigstens glaubwürdig.

    PS: Es berührt mich deshalb, weil ich oft genug Erwartungen von Menschen ausgesetzt war, die eben nicht in der Lage waren, mir zu zeigen, wie es geht …

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  3. Auf die Bereitschaft, alles zu geben, kommt es an. Auch bei unterschiedlichen Kräften. Das liebevoll verpackte Weihnachtspaket meiner Eltern mit vielen Kleinigkeiten, die bestimmt nicht viel gekostet haben, fand ich jedenfalls viel wertvoller, als der über den Tisch geschobene Geldschein meines damaligen Schwiegervater.

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      1. Bei Menschen, die mir wichtig sind oder mit denen ich durch Beruf usw. in Verbindung stehe ist es mir nicht egal, wie sie mich behandeln, bei allen anderen nicht. Aber ich erwarte nichts automatisch, weil eben jeder Mensch anders ist. Aber ich möchte es und spreche es aus. Sehr oft genügt aber auch entspanntes Vorleben.
        Dinge auszusprechen halte ich für sehr wichtig. Erstens weil ich sonst daran ersticke und zweitens, weil ich auch nur hören will, was wahrhaftig ist, sei es nun positiv, heftige Kritik oder eine unangenehme Wahrheit. Daran kann ich wachsen, indem ich darüber nachdenke. Alles andere ist Lebenszeitverschwendung. Wenn Kritik zutrifft, kann ich etwas ändern, wenn nicht, kann ich sie zurück geben. Kenne ich ein Problem, kann ich nach Lösungen suchen. Das ist mein Weg, er muss nicht von allen gegangen werden.
        Etwas auszusprechen bedeutet nicht, jemanden brutal anzugehen. Außer ich finde den Betreffenden ganz schrecklich oder in dramatischen Situationen. Es gibt so viele Formen der Sprachverwendung. Ich nutze auch gerne Fragen zur Bewusstmachung. Aber möglichst kurz und auf den Punkt ist schon so meins.

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      2. Wenn mir ein Verhalten nicht gefällt sage ich es. Es hat schon etwas mit gegenseitigen Respekt zutun. Und ich muss mich von keinem mies behandeln lassen. Alles hat seine Grenzen und die vertrete ich auch.

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