Gottesbegriff

Nach einem aufgeschnappten Gespräch im Zeitungsladen, in welchem sich einige ältere Leute – genannt Knortzköppe – darüber empörten, dass Muslime ständig Allah im Munde führten und dadurch „unsere“ Kultur übernehmen wollten, hab ich mal darüber nachgedacht, in wie vielen Wörtern bei uns Gott oder Christ enthalten ist. Wie oft hören es Menschen aus anderen Ländern, wenn sie Deutsche sprechen hören.  Übrigens bestreite ich ganz entschieden, dieselbe Kultur zu haben wie diese und ähnliche Typen. Da lasse ich doch lieber die Familienerzählung aufleben, wir stammten von den Mongolen ab.

Wieviel Gott steckt auch in unserer Sprache? Nun, eine ganze Menge, wenn man mal genau darüber nachdenkt. Meist nutzen wir die Worte ganz unbewusst. Gleich ob wir glauben oder nicht. Ich werfe das hier einfach mal so in den Raum.

Gottlob, Gottseidank, Allmächtiger!, Herr im Himmel!, gottverdammt!, Grüß Gott

Namen: Traugott, Gottfried, Gotthilf, Gottlieb, Fürchtegott, Christa, Christian(e), Christoph

Wir sind gottgefällig, gottlos oder gotteslästerlich – nehmen gottergeben Dinge hin oder auch nicht – sehen Erfolge als gottgegeben an – sind gottfroh über geglückte Aktionen – bedanken uns in einigen Regionen mit „vergelt`s Gott“ – verehren so manchen Halbgott – vertrauen oder misstrauen den Göttern in Weiß – etwas schmeckt göttlich oder sieht göttlich aus –  manch einer pflegt seinen eigenen Abgott – für verlorene Fußballspiele wird der Fußballgott gescholten – wir stehen auf zu unchristlicher Zeit – backen und essen Christstollen.

 

 

17 Gedanken zu “Gottesbegriff

  1. Gerade muss ich an den Roman „Jessy und Jim“ denken. Ein Jenseitsmärchen, der Autor schrieb es für seine Enkeltochter, um ihr den Tod zu erklären. Es wurde ein Erwachsenen-Märchen… In der jenseitigen Welt ist es so, dass niemand einfach so Gott als Redewendung führen soll. Es erscheint umgehend ein Engel, der gerecht ist, aber auch streng sein kann 😉

    Falls:
    https://www.amazon.de/Jessy-Jim-Jenseitstraum-Arthur-Br%C3%BChlmeier/dp/3905831066

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