Eines Tages

Eines Tages werde ich tot sein. Netter gesagt: Diese Welt verlassen haben. Das ist jetzt wirklich kein Drama, sondern nur Fakt, der mich wenig beunruhigt.

Ich trachte zu verhindern, dass es vorzeitig geschieht, weil ich an Ungesagtem/Lügen erstickt bin, Feigheit mich zerdrückt hat oder verdrängte Taten meine Erinnerung auslöschen mussten.

 

32 Gedanken zu “Eines Tages

  1. Mensch – da ham wir was gemeinsam –
    Ich werd eines Tages auch tot sein 😊
    … Meine Erfahrung von als ich schon mal so gut wie tot war …
    Da wär’s Sch… gewesen …
    Weil es kein „natürlicher“ sondern in meiner Verantwortung gewesen wäre …
    Da hab ich echt Panik gekriegt …
    Nachhaltig beeindruckend
    Musste sein … Warn-Schuss …
    Jetzt versteh ich, warum Selbstmord im Christentum als Sünde verkauft wird
    Das ist wirklich so… da landest du in den tiefsten Tiefen der Hölle … oder wirst als Ameise wieder geboren oder so
    Gott sei Dank (das mein ich wörtlich – Er hat mich echt ein paar Tage über dem Abgrund baumeln lassen)
    Durfte ich noch mal wieder wach werden

    Ansonsten ist Tod kein Problem

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      1. In meiner Jugend dachte ich nicht, dass ich 35 werd … jetzt bin ich 53 und – bis jetzt zumindest – je älter je besser 😊

        Wenn wir gleichzeitig tot
        sind, treffen wir uns eventuell eh … in diesem großen einen Sein …

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    1. Bei mir nicht. (Siehe auch Antwort auf Nati) Wenn es mich heute träfe, könnte ich zufrieden gehen. Nicht, dass ich darauf schon Lust hätte. Ich hab schon noch viel vor und lebe gerne. Aber das ist nur für mich, nicht für die Welt unbedingt von Bedeutung. Also wenn nicht, dann nicht. Die Kinder stehen auf eigenen Beinen. Deshalb lehne ich auch für mich neue Organe ab, obwohl ich meine spenden würde.
      Aber ich sehe oft, wie Schuld ein Weiterleben oder einen zufriedenen Abschied unmöglich werden lässt.
      Außerdem höre ich immer wieder, dass ich zu ehrlich, zu unkonventionell, zu eigensinnig bin. Dass mein Leben leichter hätte sein können, wenn ich angepasster wäre und (faule) Kompromisse gemacht hätte. Leichter vielleicht, aber nicht so befriedigend und glücklich.

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  2. Man kann nicht alles noch schnell erledigen, bevor man geht. Da man nie weiß wann es soweit ist.
    Es ist ja nicht vergleichbar mit einer Reise, noch schnell alles reinigen bevor man die Tür hinter sich schließt.
    Es ist eher so als ob man mal eben losgeht und zack ist es zu Ende und Tausend unerledigte Herzens- oder Seelensachen liegen noch herum.

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    1. Es geht in meiner Aussage nicht in erster Linie um das Sterben, sondern das Leben bis dahin. Eben kein durch Lügen, Verborgenes und Schlechtes vergiftetes Leben zu führen, das zermürbt und innerlich auffrisst. Damit man eben nicht alles reinigen muss. Unter Umständen bleibt nach dem Ausputz nichts mehr übrig, auf das man zufrieden zurückblicken könnte. Dann gibt es auch noch die anderen, die nicht gehen können, weil sie unbedingt noch Dinge gerade rücken wollen, manchmal auch die Erinnerung der Nachkommen noch bestimmen und kontrollieren wollen, und es einfach nicht schaffen. Beides finde ich schrecklich schmerzhaft.

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      1. Komisch, oder? Es ergibt überhaupt keinen Sinn. Man strampelt sich ab und stirbt dann, das wars.
        Vielleicht muss man auch erst noch älter werden um dahinter zu steigen oder zu hoffen oder darauf vertrauen das es irgendwie, irgendwo weitergeht. Ich würde es zu gern glauben, bin aber leider zu realistisch denkend.

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      2. Nur die kaputte Maschine verrottet, der Geist schwebt – in völliger Ruhe und Dunkelheit, ohne Bewusstsein. Da kann er sich erholen.
        Dieses himmlische Wiedersehen auf Wolke sieben halte ich auch für Unsinn. Das macht mir geradezu Angst. Dann würde ich ja auch diejenigen wiedertreffen, die ich hier unten schon nicht ertragen konnte.

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      3. Ein Leben, das auch nur einem anderen etwas bedeutet, erscheint mir nicht sinnlos. Unsere Tochter wurde nicht einmal 21 Jahre alt, aber ihr Leben hat uns so viel Freude gegeben, bevor sie erkrankte, und es hat unsere Leben für immer geprägt.
        Zum Schluss war es nur noch sinnlose, grauenhafte Quälerei und wir haben so sehr darum gekämpft, dass man sie gehen ließe, wie sie es wollte.

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      4. Wenn man das Leben mit Tod für sinnlos hält, es dasselbe aber ohne Tod nicht gibt, es also nur dieses eine sinnlose gibt, dann muss man doch gar keine Sorge vor dem Tod haben, er würde nur etwas Sinnloses beenden.
        Außerdem glaube ich, dass ein unendliches Leben jeden Antrieb veröden ließe, überaus langweilig wäre und man schließlich in völligem Überdruss dafür betteln würde, endlich gehen zu dürfen.

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      5. Bei Letzterem stimme ich Dir zu, hätte aber gerne die Möglichkeit, den Gegenbeweis anzutreten. 😉 Aber was den Sinn angeht, so heißt etwas – subjektiv – Sinnloses ja nicht gleichzeitig, dass es etwas Schlechtes wäre, das es zu beenden gilt.

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      6. Wenn mir etwas sinnlos erscheint, was mich selbst betrifft, so setze ich alles darn, es zu beenden oder den Zeitraum möglichst kurz zu halten. Das gilt auch für mein Leben, wenn es für mich kein Leben mehr wäre, z. B. durch eine Krankheit, die mich nur noch künstlich am Atmen hielte, an Schläuche gefesselt.

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      7. Da gebe ich dir recht.
        Ich habe mittlerweile schon bei manchen Verstorbenen gesehen dass der Tod eine Erlösung war. Es war zum Schluss nur noch eine Qual, sie wollten einfach nicht mehr.

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    1. Ich habe einige Menschen verschiedenen Alters gekannt, die vor sich selbst resigniert haben, weil sie so verstrickt waren in ihre Lügen usw., in ein Leben, das weder wahrhaftig noch befriedigend war, dass sie plötzlich der Schlag traf. Oft war das in meinen Augen vorzeitig. Wiederum andere, die die zufrieden und müde einfach gehen konnten.

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