Bedrohungs-Vokabeln

Manch einer mag denken, ich übertreibe. Aber es macht mich zunehmend ärgerlich – mindestens -, wie durch Wortwahl zunehmend Ängste und Sorgen geschürt werden.

Sommer heißt jetzt  „Hitzewelle“

Winter schon länger „Schneechaos“

Schon Starkregen mit Wind wird zu „Unwetter“.

Gerne wird zur Verstärkung noch das Wort Jahrhundert- angefügt. Dabei ist dieses Jahrhundert erst knapp 18 Jahre alt.

Das sind nur einige Beispiele, wie nicht mehr berichtet, sondern „kommuniziert“ wird. Auch dies in der neuen Bedeutung von „manipuliert“.

Für mich ist das nicht Kleinkram, weil sich schleichend ein verändertes Bewusstsein von ständiger Bedrohung durch Natur, Wetter, Wissenschaft, Menschen einschleicht. So wird permanentes Misstrauen sowie Unsicherheit geschürt, was zu mehr Schutzbedürfnis führt. Und wer soll uns schützen? Der „starke Mann“?

4 Gedanken zu “Bedrohungs-Vokabeln

  1. Unmenschen nutzen Unwörter, Hauptsache Drama.
    Noch abstoßender finde ich die zahllosen Verharmlosungen von massivem Leid … Manipulation auf beiden Seiten. So wird Stimmung geschaffen, die Reihen geschlossen. Wir halten zusammen, man muss uns nur sagen, gegen wen.

    Gefällt 1 Person

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