Gestern auf dem Schulacker

In der Nähe unserer Schule befindet sich ein großer alter Bauernhof, der direkt am Feld liegt. Ein kleines Stückchen weiter hat man uns einen Schulacker zur Verfügung gestellt. Meist sind es die zweiten Klassen, die diesen bestellen.

So machten sich also meine und eine andere Klasse gestern vormittag bei strahlendem Sonnenschein mit einem Bollerwagen voller Gerätschaften auf den Weg, um verschiedene Kartoffelsorten zu setzen, Mohrrüben und Kürbisse zu auszusäen. Da war ich mal wieder voll in meinem Element, und obwohl ich mich zurzeit nicht bücken soll, konnte ich mich mal wieder nicht beherrschen. Kopfüber lief ich mit den Kindern durch die Reihen und arbeitete voll Begeisterung. Vorsorglich hatte ich vorher Medis eingeworfen und spürte für ein paar Stunden nichts.

Es war so schön zu sehen, wie viele Kinder durch meinen Eifer mitgerissen wurden und sich mächtig anstrengten. Anschließend gab es Kakao oder Holunderwasser für alle und wir landeten sehr glücklich zum Schulende wieder auf dem Schulhof. Demnächst muss nun gejätet und durchgehackt werden, damit wir im Herbst dann auch ernten und zusammen kochen können. Die Kinder sind schon mächtig gespannt, wie sich die Pflänzchen – hoffentlich – entwickeln werden.

22 Gedanken zu “Gestern auf dem Schulacker

  1. Bei uns in der Gartenanlage hatte ein Kindergarten bis letztes Jahr ein Garten gepachtet. Leider hatten sie keine Zeit mehr dafür. Schade, wenn sie den Garten richtig im Programm integriert hätten wäre es eine tolle Zeit für die Kids geworden. Man kann soviel lernen in der Natur.

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    1. Leider sehen viele Eltern durch die gymnasiale Verengung ihres Fokus die Notwendigkeit nicht. Wir haben es im Schulprogramm fest und das Glück gehabt, dass zu der Zeit der Schulelternbeirat zugestimmt hat.
      Nach Pfingsten ist Projektwoche und mein Thema ist Salat-Erlebnis. Vier Tage lang schnelle Salatsaucen, und verschiedene, abwandelbare Salate zubereiten, Rezepte schreiben usw. Ich werde berichten.

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      1. Kann ich aber auch verstehen. Die Kids stehen heute unter enormen Druck. Obwohl ich merke das sie nicht mehr so nachhaltig lernen wie wir früher.

        Ich bin auf deinen Bericht gespannt.

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      2. Ich verstehe das nicht. Man muss sich nicht jedem Druck beugen, der noch dazu von Menschen gemacht ist und von denen auch wieder genommen werden kann. Viel verdienen, um viel auszugeben und nichts mehr selber erledigen zu können ist für mich kein Zukunftsprojekt und ergibt keinen Sinn. Das bringt doch keinen wirklichen Zuwachs, wenn man alles – Kinder, Alte usw. – teuer verwalten lassen muss aus Mangel an Zeit. Und den meisten macht ihre Arbeit ja nicht mal Freude.

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      3. Da gebe ich dir recht. Aber in der Schule wird ja der Grundstein für die Zukunft gelegt. Ohner vernünftigen Abschluss keine Lehrstelle. Ohne vernünftige Arbeit kein Geld. Ohne Geld kein vernünftiges Leben.
        Wir denken ja auch lieber etwas weniger, dafür Zeit, Zufriedenheit und Gesund. Dafür ist dann die Zukunft gefährdet siehe Altersarmut.
        Wobei mittlerweile viele arm sind trotz 45 Jahre Vollbeschäftigung.

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      4. Nur sind die Menschen nicht arm wegen zu wenig Geld an sich, sondern wegen zu hoher Kosten. Bei ner Miete von 120,-€ statt einer Null mehr für eine Zweizimmerwohnung in Stadtnähe bliebe genug übrig. Wer gelernt hat, sich selbst zu versorgen und Zeit hat, ohne zwischengeschaltete Agenten seine Dinge zu erledigen, spart sich viele Kosten. Wer Zeit hat, sich gegenseitig in Nachbarschaftshilfe zu unterstützen, ebenfalls. Ich mache mit meiner Nichte Hausaufgaben, so muss keine Nachilfe bezahlt werden. Meine Nachbarin kocht für drei weitere Kinder mit – oft mit meinem Gemüse -, da braucht`s keine Betreuungseinrichtung.

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      5. Da gebe ich dir völlig recht.
        Ich habe es auch vermieden meine Kinder in die OG’s zu schicken, da ich mir die Arbeit so zurecht legen konnte um es mir zu sparen.
        Ich sehe auch nicht ein weiß ich nicht wo zu arbeiten da ich dann ein zweites Auto bräuchte. Und nur für das Auto arbeiten zu gehen ist auch schwachsinnig.
        Die Nachhilfe für meinen Sohn zahle ich gerne, da es uns mental entlastet und wir uns nicht immer in alles einarbeiten müssen.

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  2. Sowas ist immer fein, hier in Wien gibt es die Möglichkeit rund um Bäume, die am Gehsteig stehen, Blumen zu pflanzen. Und viele unserer Volksschulen haben Gärten und Pflanzen saisonal. Oder basteln Vogelhäuser im Winter. Ich hatte am Gym in der Biologie lebende Tiere und habe mich jahrelang in der Pause und in den Ferien um die Weissbüscheläffchen gekümmert.

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      1. Ich war zu jung um das beurteilen zu können, aber ich weiß dass sie Bio Lehrer wirklich gut auf alles geachtet haben. Wenn ich den Mehlwürmerbrei gekocht habe, haben sie schon gewartet, dass ich endlich die Tür aufmache. Mit 16 habe ich den Job dann abgegeben, da hätte ich in der großen Pause anderes zu tun 😜

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