Neuseeland II

Bevor wir am dritten Tag mit der Fähre zur Südinsel übersetzen, wo die Kinder ein Ferienhaus für ein paar Tage gemietet haben, lernen wir ein wenig Wellington kennen und gewöhnen uns an das Linksfahren. Obwohl Großstadt mit Universität wirken die verschiedenen Stadtteile sehr beschaulich. Was wohl auch an den entspannten, freundlichen Menschen liegt, die uns überall begegnen und von denen jeder seinen eigenen Stil zu besitzen scheint. Hier wird kein Wert auf Trends gelegt, sondern auf Ausdruck, Vielfalt. Ein Geruch von Freiheit liegt über allem und der ständig wehende, umtriebige, neugierige Wind scheint ihn in jedes Hirn zu blasen. Mein Gott, fühlt sich das befreiend an.

Die Stadt erstreckt sich über viele grüne Hügel, die sich  entlang der sehr unterschiedlichen Buchten befinden. Auf einem dieser Hügel der Peninsula haben die Kinder ein Haus, von dem aus die Weta-Studios innerhalb von 10 Minuten zu erreichen sind.  Nach intensiver Registrierung dürfen wir uns dort den Arbeitsplatz unseres Jungen ansehen. Für die Belegschaft gibt es außerdem einen wundervollen Gartenbereich zum Relaxen sowie eine riesige Küche mit anliegendem Essbereich, Sofas und Kicker. Obst, Gemüse, frische Kräuter, sowie ein genialer Kaffeeautomat sind jederzeit verfügbar. Täglich wird gekocht und die Familien der Mitarbeiter, fast alle mit kleineren Kindern, können dort Mittags zusammen essen, wenn sie es wollen. So sehen die Kleinen ihre dort arbeitenden Elternteile oft, obwohl die Wochenarbeitszeiten schon einmal bis auf 75 Stunden ansteigen können. 50 bis 60 Stunden sind normal. Nach dieser Besichtigung geht es in die Weta-Caves, wo wir einige Geschenke für die Lieben zu Haus besorgen.

Die Männer wollen gerne angeln gehen. Mit einer Ladung Bier ziehen sie los. Nach einem Besuch im Angelladen und der Bekanntschaft mit einem Pete, der sie eingehend berät, ist ein Teil bereits aufgebraucht. Dafür verfügen sie nun über gewisse Kenntnisse sowie Angel und Köder. Dem ersten Versuch fällt die Angel zum Opfer, weil ein Stein für einen kapitalen Fisch gehalten wird. Dieser wehrt sich gegen das Einholen, worauf die Angel bricht. Die Jungs kommen dennoch gut gelaunt heim. Währenddessen war ich mit Schwiegertochter und den beiden Kleinen auf einem Kindergeburtstag in den Upper Hut auf einer Art Berghof in herrlicher Landschaft zwischen Schafen, Ziegen, Ponys und Kaninchen. Am Abend nach einem ausgiebigen Marsch grillen wir dann auf der großen Holzterrasse.

Am nächsten Tag müssen wir uns um die Einkäufe für die Tage im Ferienhaus kümmern, das in einer Bucht liegt, die nur über das Wasser zu erreichen ist. Zwischen Kinderyoga, Feuerwehrautos, die unablässig tönen: „When there`s smoke, there`s fire!“ und Barbie-Modenschau  mache ich eine Liste, was wir alles mitnehmen müssen. Für den Transport haben wir einen Fahrrad-Anhänger für Kinder organisiert. Alles bestens – dann kann´s ja entspannt losgehen. Wird schon alles klappen. Außerdem sind wir sämtlich Meister im Improvisieren.

Weitere Fotos liefer ich morgen nach, weil ich mein Handy in der Schule vergessen habe. Hoffe, es ist noch da. Daumen drücken, bitte.

8 Gedanken zu “Neuseeland II

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