Einfach mal abschalten

Es ist uns doch tatsächlich gelungen, mal wieder ein langes Wochenende in unserer Wohnung in Tirol zu verbringen. Wir haben so lange auf diese Gelegenheit gewartet, dass uns auch der vorhergesagte Sturm nicht abschrecken konnte.

Am Freitag, nach Schule und einkaufen sowie andere Handreichungen für meine Mutter konnten wir losfahren. Donnerstag hatte ich noch bis in die Nacht hinein vorgekocht und gebacken, damit auch hier alles glatt geht. Während der Fahrt war ich zuerst noch ziemlich müde und irgendwie niedergedrückt. Kurz hinter München jedoch, beim Anblick der ersten Bergketten, fiel wie gewohnt alles von mir ab.

Samstag Morgen aufwachen – die Sonne scheint. Herrlich! Zu Hause. Ich fahr nicht mehr zurück! Geht natürlich nicht – noch nicht. Erster Weg mit Strickjacke, Stiefeln, Kaffee auf den Balkon. Dieser Blick auf Kaisergebirge und Inntal entschädigt für so Vieles. Bei Sonne gleich dreimal.

Nach dem Frühstück drei Stunden laufen, dann zum Friseur. Wurde auch Zeit. „Chaos“ heißt unser Friseur, bei dem wir in Kufstein immer Station machen. Sehr passend. Ganz nach meinem Geschmack. Total entspannend und lustig dort. Es wurde aber auch Zeit. Zu einem anderen gehe ich nämlich nicht. Dort macht man, was mein Haar will und nicht, was die neueste Mode vorschreibt. Und es sieht immer richtig gut aus.

Danach zu meiner Freundin ins Hotel zum Essen. Man konnte sogar im Biergarten sitzen. Viel geratscht und gelacht. Zurück in die Wohnung und aufs Sofa – Netflix gucken, einschlafen. Später eine große Schüssel Salat und weiter gucken. Ein, zwei Bier mit unseren Bauern und viele Späße später dann ab ins Bett.

Am Sonntag Morgen war er da, der Sturm. Herrlich bedrohlicher Himmel. Der heftige Wind raste kreischend und quietschend um die Hausecken. Zwischendurch immer wieder blaue Risse im dunklen Himmel. Und wir drinnen ganz gemütlich, zwischendruch auf dem Balkon. Kein Netz – weder Telefon noch Computer. Irgendwie auch schön. Nach ein paar Stunden beruhigte sich das Wetter und wir waren noch einmal unterwegs, bis kräftiger Regen und Hagel einsetzte. Frisch durchgelüftet noch einmal die Freundin besucht und den Abend mit Grünem Veltliner ausklingen lassen.

Heute Morgen bisschen putzen, kaum packen, zum letzten Mal auf den Balkon. Das Tal lag dunkel vor uns. Am Horizont schien die Sonne auf die mit Schnee bedeckten Zillertaler Alpen. Abfahrt. Bis zum nächsten Mal – spätestens im Advent.

7 Gedanken zu “Einfach mal abschalten

      1. Ich mag die Berge sehr gerne und früher bin ich auch sehr gerne gewandert. Das klappt nur leider nicht mehr so. Aber es gibt ja noch die Nordsee und wenn ich morgens in der Früh hier mit den Hunden raus gehe , dann hat man ganz oft einen wunderbaren Blick auf die Alpen😊

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