Was ist das nur mit Island?

Wer schon länger bei mir liest, kennt meine Liebe zu den Bergen, speziell zum Kaisergebirge in Tirol. Weil dort alles Schwere von mir abfällt und ich das Leben bzw, mich ganz besonders intensiv spüre. Das Gefühl, dort gehöre ich hin, versetzt mich in tiefen Frieden mit mir selbst.

Ich kenne auch die Ostseeküste und einige Gegenden in Holland und fand es schon nett, zuweilen auch außergewöhnlich. Aber die flachen Gegenden langweilten mich schnell. War auf Inseln im Mittelmeer und Altlantk, von denen mich besonders Sizilien bezaubert hat. Südfrankreich ab Lyon fand ich wunderschön, Italien bereise ich gerne, in einigen Städte fühlte ich mich sehr wohl. Alle diese Reisen haben mir unbestreitbar neue Einblicke und Empfindungen beschert. Doch so frei von meinen negativen Anteilen  wie in und auf „meinen“ Bergen fühlte ich mich nirgends.

Doch dann kam Island. Natürlich nicht zu mir nach Hause, sondern nur mittels Dokumentationen und einer Krimi-Serie in mein Wohnzimmer. Ich sah vorwiegend plattes, karges Vulkanland, bewachsen nur mit Moosen und Flechten, Gletscher, Geysire, wenig Grün, vielleicht mal als Klecks im weiten Land. Und dennoch fühlte ich mich plötzlich auch dort zugehörig, seltsam verwandt, erkannt und innerlich ruhig. Eine faszinierende, für mich unerklärliche Erfahrung. Und nicht nur ich, auch jeder, der mich kennt, wundert sich. Ja, ich fühle mich zu Island stark hingezogen. Dort muss ich unbedingt einmal hin. Ob es wohl an den Elfen liegt?

 

 

26 Gedanken zu “Was ist das nur mit Island?

  1. Das kann ich gut nachvollziehen – Island ist faszinierend. Die Topographie, die feurige Erde, das sehr viele Wasser von oben. Die Menschen. Sie besuchen ihre Therme wie hierzulande die Kinos besucht werden. Sind sie glücklich(er)? Teils bestimmt. Andererseits ist Island die Gegend weit und breit mit der höchsten Selbstmordrate.

    Und – Musik. Aus Island stammt die einzige, mir bekannte Kapelle, die E-Gitarre mit Geigenbogen spielt 🙂

    Grüße!

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  2. Wie schön!!!! Auch ich kann das sehr gut nachempfinden. Wie es Dir mit Deinen Bergen ergeht, so ergeht es mir mit der Nordsee. Ich liebe das wilde und raue Klima Dänemarks und wenn ich dort am Strand entlang gehe (möglichst alleine) dann dauert es zumeist nicht lange bis ich innerlich zu summen beginne. Dann weiß ich: Ich bin zuhause , bin innerlich ganz bei mir selbst angekommen, bin im Einklang mit mir selbst. Ob es noch weitere solche Orte für mich gibt? Ich weiß es nicht. Im letzten Dänemark -Urlaub hat mich auf jeden Fall die starke Sehnsucht gepackt Norwegen zu bereisen. Weshalb? Auch das vermag ich nicht zu sagen. Was ich jedoch zu wissen glaube ist, dass solchen Impulsen, wenn irgend möglich, unbedingt Rechnung getragen werden sollte.

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      1. Zum Glück gibt es ja die modernen Medien, die können zwar ein in den Arm nehmen oder ans Herz drücken nicht ersetzen, aber man kann sich zeitnah über Neuigkeiten austauschen. Meine alten Eltern haben 6 Kinder groß gezogen, die in alle Winde der kleinen DDR verweht waren. Wenn sie Glück hatten, bekamen sie alle paar Wochen mal ein Brieflein mit einigen schwarz-weiß-Fotos. Darüber muss ich jetzt häufig denken, wenn ich mit meinen Enkelinnen via Smartphone kommuniziere. Skypen ist schon wieder out. Aber ich kann die Sehnsucht nach Deinem Sohn gut verstehen, ich muss ja auch oft nach Wolgast zu meiner Jüngeren fahren, vor allem auch, wenn die Große dort einfliegt.

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