Die andre Seite

Ich will immer, ich möchte nicht. Will es zwingen. Bin zuversichtlich.

Und dann – denke ich plötzlich: Sei doch zufrieden. Du hast mehr als dir zusteht. So viel schon erlebt. Was soll jetzt noch kommen? Hat doch alles keinen Sinn. Gib endlich auf. Lehn dich zurück, geh langsam ein. So wie es von dir in deinem Alter erwartet wird. Und wie es vielleicht auch normal ist.

So viel Schmerz, so viel Anstrengung, so viel Kampf. Vor allem Kampf – gegen die Schatten, die Albträume, die Selbstvorwürfe, das Versagen, böse Geister und Gedanken. Einfach mal Stille, Ruhe im Innern.

Eine  Weile geht das so, manchmal eine Nacht. Unglaubliches Selbstmitleid. Auch solche Nächte enden. Mit neuer Kraft in den Tag.

Wann bitte war ich jemals normal? Ihr kriegt mich nicht klein. Ich werde mich nicht beugen.

Jetzt werde ich tanzen. Bis zum Ende werde ich tanzen.

 

 

 

9 Gedanken zu “Die andre Seite

  1. Das sind für mich nicht unbedingt Widersprüche.
    Beides ist da, beides hat seine Berechtigung, beides ist wichtig, beides ist ein Teil von dir.
    Uuuuund ALLES hat seine Zeit! Man kann nichts erzwingen. Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht, auch wenn wir das nicht selten gerne hätten…..seufz….

    Ich hoffe, dass es beim Aldi bald wieder Geduld im Schnäppchenangebot gibt…..grins….

    Gefällt 1 Person

  2. Es ist nicht entweder oder
    Es ist beides
    Ich kapituliere und ich kämpfe – na und?
    Ich meditiere und ich tanze
    Und noch viiiiiiiiiel mehr 😊
    Das ist die einzig wahre Annahme – mich so nehmen wie ich bin
    und vielleicht
    bin ich gleich
    schon wieder ganz anders

    Überlege, meinen Namen zu ändern von Ananda in Na Und?

    😊💜🙃

    Gefällt 2 Personen

  3. Die Lösung ist nicht Kampf, sondern Kapitulation. Vor diesem deinen Gefühlsleben, das unlösbar zu Dir gehört. Das heißt nicht aufgeben, sondern hin- und annehmen. Erst dann können wir unseren Stimmungen und Gefühlen freundlich begegnen, auch, wenn sie nicht freundlich sind. Das klingt nach Widerspruch, ist es aber nicht.

    ((( )))
    Unbekannter Weise.

    Gefällt 5 Personen

    1. Du hast recht. Diese Widersprüche begleiten mich schon mein Leben lang und respektieren sich gegenseitig. Vor allem diese Nächte sind ein gutes Ventil. Nicht verdrängen, sondern benennen und durch. Das schafft ein Gleichgewicht. Außerdem haben sie mich gelehrt, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt, für andere nicht gelten muss, was für mich gilt, mir also so manche Einsicht beschert. Diese Spitzen sorgen für Gelassenheit im Ganzen. Auch erst mal ein Widerspruch und dennoch……

      Gefällt 4 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s