Rezension

Vor ein paar Tagen habe ich mich sehr gefreut über eine tolle Rezension in einem Blog für meinen Roman „Kreuzverkehr“. Seither wälze ich den Gedanken in meinem Kopf herum, ob ich diesen Blogbeitrag teilen soll oder eben nicht.

Ich habe mich für „nicht“ entschieden, möchte aber davon erzählen. So kann jeder, den es interessiert, nachschauen und andere müssen nicht ihre Zeit damit verschwenden. Außerdem lernen die Interessierten dadurch den Blog von Hedwig Mundorf bei  wordpress.com, die diesen Beitrag verfasste, kennen.

Ich habe ja bereits früher erklärt, dass ich Gefälligkeitsbewertungen von Verwandten, Freunden oder gar Streetworkern ablehne. Das bewirkt bei meinem (Un-)Bekanntheitsgrad, dass es lange dauert, bis einige Rezensionen zusammenkommen. Das mag ein wenig dumm sein, aber so bin ich nun einmal. Was ich nicht mag, tue ich nicht, auch wenn das Nachteile bedeutet. Schon immer – auch in der Schule waren mir äußere Zwänge zuwider. Und wenn ich das eine oder andre Mal gegen meine Natur gehandelt habe, schämte ich mich vor mir selbst und sah das als Scheitern auf meinem Weg zu Wahrhaftigkeit.

Diese Bewertung von Hedwig Mundorf also ist eine echte, unbeeinflusste und daher für mich so wertvoll. Und es gibt noch einen anderen Grund. Nach der ersten vernichtenden Rezension, die nur Stunden nach meiner Bewerbung zu einem Wettbewerb erschien (darauf habe ich eine Antwort geschrieben), und einer zweiten mit der Aussage: Muss man nicht lesen (was ja auch stimmt. Kein Buch muss man lesen.) tut es gut zu hören, dass es auch andere Meinungen gibt. Na ja, erst einmal nur eine schriftlich. Mündlich gibt es mehr.

Der Roman war ein Experiment und muss/kann natürlich auch nicht jedem gefallen. Ich hatte zwei Kurzgeschichtensammlungen. Die Rückmeldungen waren zwar überaus positiv, aber es wurde überwiegend bedauert, dass man nicht mehr über die Hauptakteure  erfuhr. Also habe ich eine Rahmenhandlung entwickelt, in der diese Personen den Weg der Hauptfigur kreuzen/beeinflussen und  die angepassten Kurzgeschichten als Nebenhandlungen gesetzt. So ist diese Form entstanden.

24 Gedanken zu “Rezension

  1. Dass einem etwas nicht in den Sinn kommt passiert auch, wenn man zu nah dran ist
    So wie man ein Bild nicht erkennt wenn man mit der Nase direkt davor steht 😏

    Verschenken ist immer gut
    Verschenken macht reich

    💛💚💜

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  2. Warum müssen Rezensionen eigentlich vernichtend sein? (Wer war das und bei welchem Wettbewerb)
    Da macht sich jemand auf und zeigt etwas eigenes und irgendeiner macht es schlecht.
    So sollte es nicht sein!
    Ich bin mit der Materie nicht vertraut, aber wenn da solche Zustände herrschen, möchte ich nix mit denen zu tun haben.

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    1. Man kann davon ausgehen, dass es ein Streetworker eines anderen Bewerbers war. Ich habe von einigen gehört, denen es ebenso ging. Die Betreiber des Wettbewerbs – Amazon – haben darauf keinen Einfluss. In zwei Stunden kann man das gar nicht – auch nicht zur Hälfte – gelesen haben. Ich will ja durchaus Kritik hören, aber mit Inhalt, damit ich damit etwas anfangen, daran wachsen kann.

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  3. Deine Haltung gefällt mir… und doch ist es auch schade… mir fällt diese Deutsch- Lehrerin ein, die uns immer wieder nervte mit ihrem „Verkauft euch gut“, da konnte sie sich richtig rein steigern und ich hab damals überhaupt nicht verstanden, was die von uns wollte…
    Es ist dein Buch, es ist dein Baby, du hast es geschrieben – wäre es nicht auch schön, es bekannt zu machen?

    Gefällt 3 Personen

    1. Natürlich möchte ich, dass meine Worte gehört werden. Bei den anderen beiden Büchern noch viel mehr als bei diesem. Bei „Nele, Mein Lieb“ bleibt mein ewiger Antrieb, die Krankheit Lupus E. bekannter zu machen, bei „Vorbilder? Fehlanzeige“ geht es mir um die Bewusstmachung, wie wichtig echtes Wissen ist und dass man jeden Gedanken auch genau anders denken kann. Außerdem erwarte ich mir davon ein besseres Verständnis Erwachsener für nicht angepasstes Verhalten und die inneren Nöte von Jugendlichen. Aber ich will es nicht um jeden Preis. Deshalb werde ich nicht alle Facebook-Freunde ständig damit befeuern, ohne dass thematisch eine Notwendigkeit besteht, noch werde ich hochstapeln, um gelesen zu werden. Vielleicht fällt mir ja noch eine andere Möglichkeit ein, hinter der ich stehen kann. Sobald es gedruckte Exemplare gibt, sehe ich mehr Verbreitungsmöglichkeiten.

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      1. Nein – Facebook und Likes sammeln und all so was nicht!
        Aber eine andere Möglichkeit…
        Stell doch mal die Frage an ’s Universum, was du machen könntest – nach dem System – Frage formulieren – Thema vergessen – Antwort kommt

        Alles Liebe und Viel Erfolg dir 💜💚💛

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      1. Aber, wenn ich bei Amazon ein Buch herunterlade, schaue ich schon mal danach, was andere darüber denken, aber meist erst, wenn ich es gelesen habe. Meine Kaufentscheidung beeinflussen die Bewertungen anderer nicht, dafür gibt es ja Probeseiten zum Lesen.

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      2. natürlich ist es gut … dass es sowas gibt … daran würde ich auch nie zweifeln …

        wenn ich mir jedoch vorstelle … ich hätte von herzen etwas geschreibslt … was mir wirklich auf der seele lag … und dann käme jemand … und würde es total mies machen … weil mein stil einfach unprofessionell ist … wäre ich so ein mensch … der damit nicht wirklich gut umgehen kann …

        auch deshalb bewerte ich nie …

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      3. Ich bewrte nicht jedes Buch, nur wirklich grottenschlechte, die es leider viel zu oft gibt und bin dann froh, wenn andere das genauso sehen wie ich, oder eben solche, die mir besonders gut gefallen habe, in der Hoffnung, dass sich andere durch meine Meinung doch noch zum Lesen entscheiden können. Bei Büchern, die es schon zu Markus Lanz geschafft haben, wird meine Bewrtung ohnehin nicht benötigt.

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      4. Nicht das Miesmachen, aber eine konstruktive Kritik schätze ich sehr, um daran zu wachsen. Wenn ich eine Aussage habe, kann ich die durchdenken, sie als angemessen betrachten und mich verbessern oder entscheiden, dass diese Kriterien falsch oder unpassend sind. Dann gibt es eine Antwort, wie zur ersten Bewertung. Ach wenn ich weiß, dass diese selten gelesen wird.

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