Ein Beitrag von „Barbara fragt sich“

Es gibt in Sandras Blog meinekleinechaoswelt eine neue Rubrik. Den Fragetag. Sie hat sich des Nachts, als sie nicht schlafen konnte überlegt, dass ihre Leser ihr eine Frage stellen können, die sie dann im Rahmen eines Beitrages beantworten würde.

Obige Frage habe ich ihr gestellt. Und auch ich möchte versuchen mir eine Antwort darauf zu geben.

 

Also los:

Der Filmklassiker „Ist das Leben nicht schön?“ aus dem Jahre 1946 mit James Stewart in der Hauptrolle erzählt die Geschichte des sozial engagierten Bürgers George Bailey, der in der Weihnachtsnacht wegen eines Missgeschicks seinen Lebensmut verliert und sich von einer Brücke stürzen will – bis er von einem Engel gerettet wird und ihm gezeigt wird, wie seine Heimatstadt aussehen würde, wenn er nie geboren wäre. Der von den Veränderungen völlig überrumpelte George bereut seinen Wunsch und will wieder leben. Der Engel stellt den ursprünglichen Zustand wieder her und George eilt mit neuer Lebensfreude zurück zu seiner Familie und stellt sich seinen Problemen.
Ich finde, dass dieser Film eine schöne Metapher dafür ist, dass jeder von uns nicht nur seine Berechtigung hier auf der Erde hat, sondern auch, dass er ganz wichtig für die Gemeinschaft, für andere Menschen und für die Welt ist.
Hier komme ich nun also in Spiel. Warum spielt es eine Rolle, dass es mich gibt?
Ich denke, weil nur ich Ich sein kein und weil nur ich die Dinge tun kann, die ich eben getan habe, tue und noch tun werde.
Es spielt eine Rolle, dass es mich gibt, weil nur ich so bin, wie ich bin.
Ich habe hier einen Auftrag und die Menschen, die mir in meinem Leben begegnen, sind Teil meines Auftrages. Ich habe und werde Menschen verletzen, lieben, ärgeren und trösten. Ich lache und schweige sie an, ich interessiere mich für sie, ich leide und hoffe mit ihnen, ich fühle mit ihnen. Ich höre zu oder auch mal nicht und ich unterstütze die Menschen in meiner Umgebung. Für einige bin ich ein Licht am Himmel und für andere ein Schatten.
Ich gehe durch die Welt und mache meine Erfahrungen. Und die Welt macht Erfahrungen mit mir. Wir sind alle in Resonanz und schwingen miteinander. Alles schwingt miteinander.
Es spielt also eine Rolle, dass es mich gibt, weil die Welt ohne mich nicht die Welt wäre.
Ich bin Teil dieses großen Ganzen und kann nicht weggedacht werden. Als Teil trage ich zum Ganzen bei und ein Ganzes, dem ein Teil fehlt, ist kein Ganzes.

 

8 Gedanken zu „Warum spielt es eine Rolle, dass es Dich gibt?“

  • 8. Mai 2017 um 10:27

    Permalink

    Das Bewusstsein bzgl. meiner Wichtigkeit, der Notwendigkeit meiner Existenz schwankt stark. Als junger Mensch suchte ich verzweifelt nach einem Zeichen, ob ich überhaupt hier gewollt bin. Deshalb habe ich sehr gefährliche Dinge gemacht, um zu überprüfen, ob ich leben soll oder nicht.
    Wenn ich die Entwicklung der Welt in der Gegenwart ansehe, so verzweifle ich manchmal an der Unfähigkeit und Nutzlosigkeit meiner Anstrengungen.
    Schaue ich nur meinen eigenen kleinen Kosmos an, so bin und war ich für einige Menschen schon wichtig, habe Freude und Hilfe für manche gebracht. Für andere bin ich ein stetes Hindernis. Und weil ich nun schon mal hier bin, gehe ich meinen Weg so wahrhaftig wie möglich, weil es mein Leben ist.
    Zum Schluss noch eine Frage: Wie kann ich deinen Beitrag rebloggen?

    Antworten

    • 8. Mai 2017 um 10:40

      Permalink

      …“Und weil ich nun schon mal hier bin, gehe ich meinen Weg so wahrhaftig wie möglich, weil es mein Leben ist.“ …. beeindruckt und berührt mich.
      Danke für Deine wunderbare Ausführung.

      Leider weiß ich selbst nicht, wie man Beiträge rebloggt…. wieder ein neues Feld, in dem ich mich mal schlau machen kann.
      Vermutlich muss ich da ein Kästchen in meiner Blogsoftware ankreuzen?! Oder ein neues Plugin installieren!? Alles solche Begrifflichkeiten…. Dieser Blog macht mich in Bezug auf – ich sage jetzt mal allgemein – Computer noch zum Experten, grins.

      Antworten

      • 8. Mai 2017 um 11:09

        Permalink

        Ich habe lang gebraucht, bis ich meinen Blog einigermaßen erstellt hatte. Erst einmal habe ich auch alle diese unbekannten Vokabeln und deren Bedeutung gelernt, mich förmlich dazwischen verlaufen und mindestens vier tutorials angesehen – mehrmals. Vor jeder Änderung schrecke ich zurück. Darf ich den Beitrag mit Hinweis auf deinen Blog einfach kopieren?

        Antworten

  • 7. Mai 2017 um 14:34

    Permalink

    Danke dir für die Rolle die du mit deinen Fragen hier in meinem Leben spielst 🙂

    Lange Jahrzehnte glaubte ich mich so unwichtig, dass ich bis über jedes gesunde Mass hinaus „getan“ habe, um wichtig zu sein, um gesehen, um geliebt zu werden.

    Heute weiss ich: jeder Mensch hat im Leben dessen dem er begegnet einen Sinn. Es beginnt mit scheinbaren Kleinigkeiten wie ein Lächeln im vorübergehen und geht bis zur Lebensbegleitung über lange Jahre. Heute weiss ich, ich habe meinen Sinn nicht in dem was ich tue sondern in dem was ich bin… so ich es teile.

    Wie Lawrence sich seine Flügel verdient gehörte immer wieder zu meinem Weihnachtsprogramm und doch wird mir eine seiner Aussagen erst jetzt beim dich lesen bewusst: das meiste von dem was wir bewirken bleibt uns verborgen…

    Antworten

    • 8. Mai 2017 um 8:56

      Permalink

      Danke für Deine Worte, sie berühren mein Herz.
      Ich freue mich sehr, dass wir uns hier begegnen können.

      Antworten

Ein Gedanke zu “Ein Beitrag von „Barbara fragt sich“

  1. Das ging mir heute auch durch denn Sinn, es gibt viele kluge Sätze und auch Kontexte von … bis … und doch geht jeder seinen eigenen Weg, auch ich, egal was irgendwelche Astrologen oder auch Philosophen u.s.w. … von sich geben. Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s