8. KW – Kündigung

Mit Bezug zu dem vorhergehenden Beitrag hier ein schon länger veröffentlichter Text, in welchem eine Frau die Trennung von ihrem Mann begründet und besiegelt:
Ich kündige
Nach reiflicher Überlegung und unter Aufbietung meiner letzten Kraftreserven spreche ich hiermit meine fristlose Kündigung mit sofortiger Wirkung als Ehefrau, Wirtschafterin, Geschäftsführerin und Karrierecoach aus.

Dies geschieht aus folgenden Gründen :

Missachtung meiner Leistungen, die sich durch Vorenthalten oder widerwilliges Auszahlen finanzieller Entlohnung ausdrückte. Hinzu kommen die Unterschreitung der Mindestlohngrenze sowie die Verweigerung jeglicher Gratifikation oder Gewinnbeteiligung entgegen den mündlichen Vereinbarungen vor Beginn des Vertrages bzw. der Ehe.

Wiederholte Ablehnung eines schriftlichen Vertrages und hiermit verbunden keine offizielle Anmeldung, kein Abführen von Beiträgen zur Sozialversicherung und somit kein Anspruch auf eine Rente.

Ausbeutung durch permanentes Überschreiten der zulässigen Arbeitszeiten bei gleichzeitiger Ausweitung der eigenen Ruhephasen. Überlassen sämtlicher wichtiger Verhandlungen und Entscheidungen für Geschäftsabschlüsse ohne eine entsprechende Würdigung, statt dessen Inanspruchnahme des Erfolges für sich allein. Geistiger Diebstahl und Hochstapelei, in dem meine Ideen als die eigenen bezeichnet wurden.

Häufige körperliche und seelische Misshandlungen, verbunden mit Verbalattacken zur Einschüchterung bzw. Ausweitung der Abhängigkeit.

Stetig steigende Anforderungen und Verantwortung durch wachsende Kinderzahl bei gleichzeitigem Entzug  der Achtung. Schlechte zeitliche Bedingungen zur Erledigung schriftlicher Arbeiten, da diese meist nur nachts möglich waren. Einschränkung der hygienischen Grundversorgung durch Besetzen der sanitären Einrichtungen und die Weigerung, eine Hilfe für mindere Aufgaben zu beschaffen oder hierbei gar selbst anzupacken.

Behinderung der Arbeit allgemein durch Vorenthalten wichtiger Informationen oder bewusste Falschinformationen, um bei wichtigen Vertragspartnern meine Beteiligung zu verschleiern und mich uninformiert aussehen zu lassen. Hierdurch wurde unter anderem auch verhindert, dass ich wichtige Kontakte für mich selbst hätte nutzen können.

Diskriminierung auf Grund der Geschlechtszugehörigkeit und der niederen sozialen Stellung als Hausfrau und Mutter  durch abfällige Äußerungen, um mir zu zeigen, dass es weder Veränderung noch Aufstieg für mich geben werde. Durch Verweigerung einer Arbeitsteilung wurde bewusst verhindert, dass ich an offiziellen gesellschaftlichen Veranstaltungen teilnehmen konnte, um mich zu profilieren oder überhaupt als verantwortlich bekannt zu machen. Selbstständige Vorstöße in Richtung materielle Eigenständigkeit wurden auf diese Weise ebenfalls zunichte gemacht. Eigene soziale Kontakte oder Aktivitäten außer Haus ohne Mann oder Kinder wurden mit einem strikten Verbot belegt mit dem Hinweis, dass dies für eine Frau tabu sei. Selbstbehauptungsversuche und Widerspruch wurden mit emotionaler Erpressung und Ächtung bestraft oder im Ansatz erstickt.

Massiver Druck wurde auch ausgeübt durch  mündliche Abmahnungen, die  bei Zuwiderhandlung den Gesamtkomplex der Zusammenarbeit aufzukündigen drohten und erhebliche Nachteile jedweder Natur in Aussicht stellten. In diesem Zusammenhang auch Untersagen jeglicher Fortbildungsmaßnahmen, um meinen Widerstand endlich zu brechen.

Um für weitere Zermürbung und Überarbeitung zu sorgen so wie für die hieraus resultierenden Fehler wurden die vorgeschriebenen Ruhepausen wie auch jeglicher Urlaub verweigert.

Nötigung zu Lügen und Falschaussagen gegenüber Kunden, wenn wichtige Termine aus teils sehr niedrigen Beweggründen nicht eingehalten wurden.

Fortgesetzte Unzuverlässigkeit und Vorenthalten von Fortbewegungsmitteln, obwohl diese notwendig waren zur Erledigung erforderlicher Aufgaben. Dies selbst dann, wenn es sich um wichtige Arzttermine der Kinder oder ernsthafte Verletzungen/Erkrankungen handelte. Keinerlei Einsicht in eine irgendwie geartete Verpflichtung zur Unterstützung.

Erzwingung der finanziellen Beteiligung und von Verzicht – ausschließlich bezüglich meiner Person- bei Bankkatastrophen auf Grund von Verschwendungs- und Geltungssucht. Fälschung meiner Unterschrift unter Verträgen, die meine volle Haftung beinhalteten.

Bei  Krankheit Zwang zur Weiterarbeit trotz vorliegender ärztlicher Atteste, weder Schwangerschaftsurlaub  noch Mutterschutz – statt dessen Forderung zur Erfüllung der ehelichen Pflichten, weiterer körperlicher Schwerstarbeit wie Baustellen räumen, Möbel schleppen, Getränkekisten heben, Sperrmüll raustragen usw.

Zusätzliche bewusst in Kauf genommene weitere gesundheitliche Gefährdung durch Verschweigen einer ansteckenden Geschlechtskrankheit.

Aus den vorgenannten Gründen fordere ich ebenfalls eine Abfindung für 13 Jahre Arbeit in mindestens vier Berufen in Vollzeit sowie eine Beteiligung an den Gewinnen dieser Jahre – ohne Abzug der sinnlos verschwendeten Gelder.

Die Abfindung berechnet sich wie folgt :

13 Jahresgehälter berechnet nach dem ortsüblichen Durchschnittsgehalt für 

a) eine Haushälterin ( 7-Personenhaushalt )

b) eine Kinderfrau ( 5 Kinder )

c) eine Geschäftsführerin ( berechnet nach Jahresgewinn)

d) einen Karrierecoach und PR-Berater

Ebenfalls erwarte ich einen geldwerten Anteil von 50% an den erwirtschafteten Immobilien – auch den Auslands-Immobilien, von denen ich eigentlich keine Kenntnis haben sollte. Weitere 25% stehen den Kindern zu, von denen dir kaum mehr als die Namen bekannt sind.

Die geschilderten Zuwiderhandlungen berechtigen mich außerdem, die mir genehmen Kunden über die Vorgänge in Kenntnis zu setzen und deren Aufträge nunmehr auf eigene Rechnung abzuwickeln. Ein Wettbewerbsverbot  greift aus vorgenannten Gründen nicht.

Weiterhin behalte ich mir Schadenersatzansprüche vor für sämtliche physischen und psychischen Folgen wie auch Spätfolgen auf Grund dieser Form der Ausbeutung.

Zur Bestätigung meiner  Aussagen habe ich eine Zeugenliste erstellt, die bei Verlangen einem Gericht vorgelegt werden kann. Alle Unterlagen sind lückenlos bei einem Anwalt hinterlegt.

Nach der von mir bereits beauftragten Durchführung der Schätzung der materiellen Werte und der Überprüfung der Buchführung der vergangenen Jahre erwarte ich innerhalb von 14 Tagen nach Zustellung die vollständige Zahlung auf das von mir jetzt eingerichtete eigene Konto.

Ach ja, mir steht ebenfalls ein einwandfreies ausführliches Zeugnis bezüglich meiner überragenden Fähigkeiten und Fertigkeiten- bitte beschränkt auf das geschäftliche Verhältnis – zu.

Zum Schluss verrate ich dir noch ein Geheimnis : Ich wusste immer, was ich wert bin – Genialität lässt sich auf Dauer nicht unterdrücken. Hätte ich dich vorwarnen müssen? Ach, das tut mir jetzt aber leid.

  

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