4. KW – E-Book oder gebundenes Buch?

Heute etwas, das mir schon öfter mal am Rande durch den Kopf ging. Das Lesen in einem anderen Blog brachte es wieder an die Oberfläche. Marcus Johanus dokumentiert dort die Challenge # 31 Tage Autorenwahnsinn. An Tag 25 geht es um ein Foto des Bücherregals und er schreibt, dass er hauptsächlich E-Books besitzt, weshalb sein Bücherregal sich sehr übersichtlich präsentiert. Das kann ich durchaus verstehen.
Erst einmal ist diese Entscheidung eine sehr persönliche. Ich befinde mich da ganz klar in einem Zwiespalt, zumindest was das Lesen betrifft. Die sinnliche Erfahrung, ein Lieblingsbuch in den Händen zu halten, kann kein E-Book bieten. Besonders von alten Werken geht ein ganz besonderer Zauber aus, der schon beim Einband beginnt. Deshalb gibt es in meinem Haus, ausgenommen das Bad, keinen Raum ohne Bücherregale. Der Vorteil von E-Books liegt unzweifelhaft in der Möglichkeit, viele Texte speichern und mitnehmen zu können.  In der Regel treffe ich meine Wahl nach dem Inhalt. Sachbücher z. B. lese ich vorwiegend als E-Book. Manchmal treffe ich auch durch Zufall auf ein besonderes Buch, das es gedruckt gar nicht gibt. Natürlich lese ich dieses dann auch.
Was die Veröffentlichung eigner Texte betrifft, sind meine Ausführungen ein bisschen wie eine Diskussion über ungelegte Eier. Da bisher kein Verlag jemals Interesse bezeugt hat, bin ich zwangsläufig auf self-publishing angewiesen. Bisher nutze ich dies nur für E-Books, obwohl es mittlerweile auch bei Amazon die Möglichkeit gibt, books on demand zu nutzen. Allerdings sehe ich außerhalb der reinen Notwendigkeit noch einige Vorteile, die für mich von Bedeutung sind. Wobei es dabei dann mehr um self-publishing versus Verlag geht. Ein Verlag bietet natürlich viele Vorteile. Rundumbetreuung, Werbung und nicht zuletzt ein kostenloses Lektorat. Es gibt allerdings auch einige Nachteile, die durch die Abhängigkeit entstehen und die mir gar nicht zusagen. Los geht es bei Forderungen nach einem festen Genre. Dem kann ich nicht entsprechen. Leserreisen – auch nicht mein Ding. Eigentlich mag ich für meine Person gar keine Öffentlichkeit – nur für meine Wörter. Und was ich ganz kritisch sehe, ist die Preisgestaltung. Man hat keinerlei Einfluss auf den Preis des eigenen Buches. Günstiger wäre es um ein wenig, wenn man auf jegliches Honorar verzichtete. Verlagsbücher haben meist einen so hohen Preis, dass schon allein dadurch ein Großteil der Bevölkerung vom Lesen ausgeschlossen ist. Das erscheint mir unsozial, deswegen möchte ich es nicht unterstützen. Beim self-publishing kann ich den Preis so ansetzen, dass sich jeder das Lesen leisten kann.
Im Übrigen gibt es einige heute bekannte Autoren, die ihren Erfolg genau diesem Modell zu verdanken haben und sich nun abfällig darüber und die dortigen Bücher äußern. Aber das nur mal so nebenbei. Was ich davon halte, kann sich wohl jeder denken.

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