50. KW – Es geht voran

Das Leben hat sich normalisiert, kann wieder schreiben. Habe mit der Überarbeitung des alten Manuskriptes begonnen.

Lena, die Hauptperson durchlebt ihre frühe Kindheit zwischen großer Lebenslust, solange sie auf ihrem Dorf bei der bäuerlichen Großfamilie sein kann, und tiefer Traurigkeit, sobald sie, oft allein mit der Mutter, wieder in einer ihr verhassten kalten Wohnung am Rande einer ungeliebten Kleinstadt leben muss. Die Mutter, zu zart, zu vornehm, zu sensibel, findet das Mädchen seltsam. Es ist nicht ganz nach Wunsch ausgefallen, eigensinnig und wild wie ein Junge. Diese offen gezeigte Enttäuschung spielt beim Leben auf dem Dorf keine Rolle. Da sind Menschen, die Lena mit Liebe und Wärme begegnen. In der Enge der Siedlungswohnung jedoch liegt sie drückend auf der Seele des Kindes. Der Vater kommt nur am Wochenende, er muss viele Lehrgänge machen, um voranzukommen. Oft gibt es Streit zwischen den Eltern. Meist geht es um Geld. Während Lena die nächsten Ferien herbeisehnt, ist die Schule ihre einzige Freude.

Nach Besuch von Freunden am vergangenen Wochenende und einigen Martinis war ich aufgekratzt und voller Ideen für ein weiteres Kapitel. Ich schreibe häufig zuerst auf Papier. Die Hand flog förmlich über die Seiten und ich war begeistert vom Schreibfluss und von der Tiefe meiner Gedanken. Am nächsten Morgen die Ernüchterung: Sentimentaler Schrott und einige Peinlichkeiten! Habe alles gestrichen und bin zu nüchterner Ernsthaftigkeit zurückgekehrt.

 

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